ILLUMINATI

Illuminati
Angels & Demons | USA | 2009
IMDb, OFDb, Schnittberichte

Der Erfolg des 2003 erschienenen Romans The Da Vinci Code (und seiner Verfilmung THE DA VINCI CODE – SAKRILEG (2006)), lenkte die Aufmerksamkeit der nach mehr vom Gleichen gierenden Öffentlichkeit auf den ähnlich gelagerten Dan Brown-Roman Illuminati, der dann 2009 als „Nachfolger“ in die Kinos kommen sollte. Ron Howard war als Regisseur wieder mit an Bord, bei der Drehbuchumsetzung erfuhr Akiva Goldsman nun aber Unterstützung durch David Koepp, der mit CARLITO’S WAY (1993) und JURASSIC PARK (1993) seine Adaptions-Fähigkeiten bewiesen hatte und – mit DARK ANGEL (1990) auch seinen guten Geschmack. Das hilft aber leider alles nur bedingt, wenn dem ganzen Projekt am Ende ein ähnlich dröges Grundkonzept zugrundliegt wie schon drei Jahre zuvor.

Erneut wird ein Cast zusammengetrommelt, dem trotz vorhandener Fähigkeiten jedes Schauspielern verboten wird. Tom Hanks, Ewan McGregor und Ayelet Zurer starren sich folglich endlos gegenseitig an, was dann als Nachdenklichkeit verkauft wird. Um diese Monotonie etwas aufzubrechen, dürfen alle Darstellenden sich ständig in skurrile Posen schmeißen, die augenscheinlich die aufmerksame Beobachtung der Umgebung suggerieren sollen. Kein Wunder, dass Leonardo DiCaprio trotz Hanks‘ persönlichem Angebot die Rolle Patrick McKenna dankend ablehnte.

Im Unterschied zum Vorgänger gibt es dieses Mal über lange Zeit kaum erkennbare Widersacher, stattdessen konzentriert sich alles auf die rätselreiche Schnitzeljagd. Diese stellt sich als Best-of der römischen Attraktionen dar und dient somit zumindest als Marketing-Tool der ewigen Stadt – weshalb es auch wenig verwundert, dass der Vatikan sich im Gegensatz zur ersten Verfilmung dieses Mal kaum noch ernsthaft beschwerte. In seinen Räumlichkeiten durfte aber trotzdem nicht gefilmt werden, weshalb man im Studio große Teile des Petersplatzes nachbauen musste (beeindruckend!), den Petersdom und sonstige sakrale Stätten hingegen per CGI nachbastelte (grausam!).

Immerhin konnte sich Ron Howard zu etwas mehr Schwung hinreißen lassen und verbindet die einzelnen austauschbaren Stationen der Hatz mit etwas Action. Die sieht zwar mies aus und vernichtet einige Schauwerte, sorgt aber immerhin für etwas Kurzweil. Zusammen mit den „nur“ 140 Minuten ist das immerhin ein kleiner Vorteil gegenüber dem ersten Kino-Auftritt des ROBERT LANGDON.

Eine Antwort zu “ILLUMINATI

  1. Pingback: THE DA VINCI CODE – SAKRILEG | SPLATTERTRASH·

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