CHUCKY 2 – DIE MÖRDERPUPPE IST ZURÜCK

Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist zurück
Child’s Play 2 | USA | 1990
IMDb, OFDb, Schnittberichte

Wenn man sich schon mit einer Mischung aus Ernst und Parodie dem Slasher-Genre nähert, dann darf einer der grundlegendsten Mechanismen natürlich nicht missachtet werden: die Fortsetzung. Nachdem Tom Hollands DIE MÖRDERPUPPE (1988) sowohl künstlerisch als auch finanziell positiven Widerhall erfuhr, schrieb Autor Don Mancini schnell eine Fortsetzung und der beim ersten Teil ebenfalls am Drehbuch beteiligte John Lafia nahm auf dem Regiestuhl Platz.

Natürlich knüpft die Geschichte unmittelbar an die Ereignisse aus dem Vorgänger an, konfrontiert ihre Zuschauenden aber zunächst mit einem skurrilen Tech-Labor, in dem die Good-Guy-Firma an den Spielzeugen forscht. Zusammen mit dem Blitze-schleudernden First Kill scheint da schon Schlimmes zu dräunen, aber tatsächlich verlegt sich der Streifen danach auf die aus Teil Eins bekannte solide Gruselkost. Die Figur Chucky wird als gegeben betrachtet und so spart sich das Skript lange Erklärungen und kommt recht zügig zur Sache. Es folgt die bekannte, aber aufgrund des flotten Vortragsstils Lafias nie langweilige Mischung aus dem lauernden Chucky, dem sorgenvollen Andy (der erneut erstaunlich abgeklärte Alex Vincent) und einigen recht brutalen Kills. Christine Elise steht ihm dabei als Pflegeschwester Kyle passend zu Seite.

Chucky darf nun deutlich mehr labern als im Vorgänger und scheint sich dabei ein wenig an Freddy aus der NIGHTMARE ON ELM STREET-Reihe orientiert zu haben. Hier wird jedenfalls der Grundstein für die in den folgenden Teilen so selbstverständliche Pöbelei der Puppe gelegt. Wichtiger noch ist aber die Weiterentwicklung der verwendeten Animatronics und so ist vor allem Chuckys Gesicht zu erstaunlichen Ausdrücken fähig. Aber auch sonst werden Bewegungen und Aktionen des kleinen Bösewichts technisch gelungen umgesetzt.

Einen gewissen Wermutstropfen stellt dann das Finale dar. War schon die Eröffnung mit ihrem bunten Tech-Labor irgendwie unstimmig, erschüttert die Fabrik am Ende die gesamte Atmosphäre des Films. Quietschbunt und albern passt sie so gar nicht zum Rest des Films und auch die dargebotene Gewalt und das Ableben Chuckys stehen dazu in merkwürdiger Diskrepanz. Immerhin kann man sich bei diesem Finale ab ganz fest einreden, dass es sich um eine Parodie auf TERMINATOR (1984) handeln soll – dann geht das schon irgendwie klar.

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