MONDO CANDIDO

Mondo Candido
Mondo Candido | Italien | 1975
IMDb, OFDb, Schnittberichte

Der Jüngling Candide (Christopher Brown) lebt fröhlich und unbedarft in einer dem Paradies ziemlich nahekommenden Welt. Als er sich jedoch der Prinzessin Kunigunde (Michelle Miller) nähert, wirft ihn deren Vater aus ebenjenem Garten Eden. Auf der anschließenden Reise durch die unterschiedlichsten Welten muss Candide dann lernen, dass er bei weitem nicht in der von seinem Lehrmeister Panglos (Jacques Herlin) postulierten „besten aller möglichen Welten“ lebt.

Candide: Hast du einen Geliebten?
Kunigunde: Nein, mein Liebster, ich habe zwei.

Obwohl der Titel MONDO CANDIDO natürlich in bewusster Anlehnung an die reißerischen Erfolge von MONDO CANE (1962) und dessen Nachfolger gewählt wurde, so verfolgt die letzte gemeinsame Arbeit von Gualtiero Jacopetti und Franco Prosperi doch einen ähnlichen Ansatz. Die Darstellung aberwitziger, reißerischer, grausamer und allzu oft sinnbefreiter Handlungen wird hier zwar aus der (vermeintlichen) Realität in eine maßlos übersteigerte Fiktion überführt, pocht aber nach wie vor darauf, dass die Welt eigentlich schlecht, bisweilen gar böse ist. Der von Voltaire ersonnene Candide stolpert dabei durch wundervolle Kulissen, in denen Scharen von Statisten allerlei Unfug anstellen. Prosperi und Jacopetti vermischen Fantasy und Groteske nach Belieben und sorgen somit für eine wahre Tour de Force, die mitunter träumerisch schöne Bilder bietet.

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Eine Antwort zu “MONDO CANDIDO

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