DINOCROC VS. SUPERGATOR

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Dinocroc vs. Supergator
Dinocroc vs. Supergator | USA | 2010
IMDb, OFDb, Schnittberichte

Der zwielichtige Jason Drake (David Carradine) experimentiert auf einer geheimen Insel mit Gentechnik herum und entwickelt so übergroße Reptilienwesen, die natürlich eines Tages ausbüchsen und alles umbringen, was ihnen vor die Nase läuft. Daraufhin heuert Drake den erfahrenen Wilderer Cajun (Rib Hillis) an, der allerdings schnell merkt, dass Drake in falsches Spiel spielt und sich auf die Seite der Öko-Aktivistin Cassidy (Amy Rasimas Holt) und eines Regierungsbeamten schlägt.

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Nur weil Roger Corman mittlerweile auch über die Grenzen des exploitativen Genre-Kinos hinweg Ansehen genießt, heißt das nicht, dass er nicht weiterhin Filme nach seinem altbewährten Rezept produziere kann. Er nimmt ein haarsträubendes Thema und bastelt daraus mit minimalem Finanzaufwand einen kleinen Reißer, der es dann nicht schwer hat, schwarze Zahlen zu schreiben. In den letzten Jahren haben sich auf diese Weise vor allem phantastische Tierhorror-Kreationen durchsetzen können, die dann auf Namen wie DINOCROC (2004), SUPERGATOR (2007) oder DINOSHARK (2010) hören. Und wenn man ohnehin schon verschiedene Wesen zu einem einzelnen Monster verquirlt, was liegt da näher, als diese gleich gegeneinander antreten zu lassen. Also entschied Corman sich dazu, das Dino-Krokodil gegen den Super-Alligator kämpfen zu lassen.
Als Regisseur konnte der alte Roger dafür niemand anderes als Trash-Altmeister Jim Wynorski gewinnen, der seine Karriere im Jahre 1986 mit dem Klassiker SHOPPING begann, und seit dem unzählige Trash- und Erotikfilmchen runtergekurbelt hat. Als wäre das nicht genug, gibt sich auch noch David Carradine die Ehre und mimt den Bösewicht des Films. Zwar ist dieser nur relativ kurz zu sehen und agiert auch recht unspektakulär, aber trotzdem trägt der damalige Frankenstein aus FRANKENSTEINS TODES-RENNEN (1975) dazu bei, dass sich der Film ein wenig von der Schwemme an ähnlich gelagerten Produktionen abheben kann.
Der Rest des Casts besteht dann aus unbekannten TV- und Musikvideosternchen, was aber auch nicht weiter stört. Denn die ganze Truppe eiert ohnehin nur plappernd von Szene zu Szene, um sich dann in schöner Regelmäßigkeit abschlachten zu lassen. Wer mehr von einem Script erwartet, sollte den größtmöglichen Bogen um diesen Streifen machen.
Die Kills fallen dann recht überschaubar aus, wurde doch aus Kostengründen fast völlig auf reale Effekte verzichtet. Die Kreaturen, das Blut und auch die paar Gedärme, alles stammt aus der Abteilung CGI. Das geringe Budget tut sein übriges und sorgt so für größtenteils grauenhaft anzusehende Bilder. Darüber hinaus erscheinen die Kreaturen stets mit einer Geschwindigkeit, die ohnehin kaum etwas erkennen lässt.
Woran liegt es nun, dass diese Kritik nicht so schlimm ausfällt wie man es anhand der bisher verlorenen Worte erwarten könnte? Ganz einfach: Das soll so sein. Corman produziert hier ganz bewusst billigen Kram, den er auch ganz bewusst von Wynorski drehen lässt. Das hat er schon immer so gemacht, und das tut er auch heute. Leider rauben die modernen Effekte diesem Film aber jenen Charme, der aus einem thematisch und produktionstechnisch gleichwertigen, aber 30 Jahre älteren Film heute einen Klassiker gemacht hätte. Wer also auf blanken Unsinn steht, und sich einfach nur trashige Monster-Action ansehen möchte kann getrost zugreifen. Vorausgesetzt, er kommt mit den billigen CGI-Effekten zurecht.

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Monster-Trash a la Corman: Kaum Handlung, billige Effekte und schlechte Schauspieler. Was früher der Knaller gewesen wäre, fällt heutzutage trotzdem noch unterhaltsam aus; wenn man denn mit den ausschließlich computergenerierten Effekten zurechtkommt.

2 Antworten zu “DINOCROC VS. SUPERGATOR

  1. Pingback: DINOSHARK | SPLATTERTRASH·

  2. Pingback: CAMEL SPIDERS – ANGRIFF DER MONSTERSPINNEN | SPLATTERTRASH·

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