C2 – KILLERINSECT

C2 – Killerinsect
Infested | USA | 1993 | IMDb, OFDb, Schnittberichte

Ein Psychologen-Pärchen (Peter Scolari und Virginya Keehne) fahren mit einer gemischten Gruppe von Jugendlichen in einen Wald, um deren Sozialverhalten zu erforschen. Unter den Kids ist auch der schüchterne Tyler Burns (Seth Green). Was allerdings keiner weiß: In dem Wäldchen bauen Bauern Marihuana an und dabei setzen sie Pestizide ein, die die örtliche Zeckenpopulation auf ein Vielfaches ihrer normalen Größe haben anwachsen lassen. Schon nach kurzer Zeit beginnen die Blutsauer Jagd auch die Psychologen und ihre Schützlinge zu machen.

Brian Yuzna hat als Produzent von RE-ANIMATOR (1985) und FROM BEYOND (1986) einen Namen gemacht und mit RETURN OF THE LIVING DEAD 3 (1993) gezeigt, dass er auch auf dem Regiestuhl eine gute Figur machen kann. Mit derartigen Erfolgen fällt es einem Produzenten dann auch leichter, mal bewusst in seichtere Gewässer zu steuern, um ein paar kleinen Genre-Produktionen der Weg zu erleichtern. Genau das ist dann nämlich im Falle von C2 – KILLERINSCT passiert. Yuzna holte als Regisseur Tony Randel, der 1988 mit HELLBOUND – HELLRAISER 2 einen Klassiker runtergekurbelt hat, und lässt sich auch beim Cast nicht lumpen. Mit Seth Green, heute als Sohn von Doktor Evil aus den AUSTIN POWERS-Filmen bekannt, und Alfonso Ribeiro, der Anfang der 90’er Jahre als Carlton Banks in der Serie DER PRINZ VON BEL-AIR Bekanntheit erlangte, sind zwei durchaus geläufige Gesichter im Film vertreten. Mit dieser Grundausstattung und einem sehr simplen Drehbuch von Brent V. Friedman in der Hand ging es dann in einen nahegelegenen Wald, um einen kleinen Tierhorror-Reißer abzudrehen.
Die Story offenbart dann schon in den ersten fünf Minuten, dass sie nur einen lockeren Rahmen für die Geschehnisse darstellen möchte. Am besten spart man sich als Zuschauer jegliche gedankliche Ambitionen einfach und lässt sich von dem ´Dargebotenen berieseln. Die einzelnen Szenen und Dialoge können ebenfalls nicht lange fesseln, was dem Film dann schnell zum Verhängnis zu werden droht. Doch genau an dieser Stelle tut der Streifen das einzig richtige und packt die Effekte-Kiste aus. Fortan gibt es alle paar Minuten schleimige Kokons zu sehen, und deren Inhalt lässt dann auch nicht lange auf sich warten. Wenn die Zecken dann erstmal loslegen, gibt es überraschend blutige Tatsachen zu sehen, die den lahmen Beginn schnell vergessen machen. Gerade da die Blutsauger sich gerne durch diverse Körper nagen, können manche Szenen optisch durchaus überzeugen. Das der Streifen trotzdem mit einem FSk-16-Siegel davon kam, lässt ein Weiteres mal an den Maßstäben zweifeln, die dem System zu Grunde liegen. So oder so schaffen es die zahlreichen blutigen Darbietungen locker, dem Film den Stempel Unterhaltsam aufzudrücken. Denn selbst wenn es keine Absicht gewesen sein sollte (was durchaus zu bezweifeln ist), so kommen die flache Geschichte und die platten Charaktere dem Zecken-Gemetzel durchaus entgegen. Hier wird der lockere Tierhorror-Spaß wahrlich nicht durch zu viel Drumherum getrübt.

Blutige Unterhaltung ohne Anspruch. Geht immer.

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