WIR KOMMEN UND WERDEN EUCH FRESSEN

wirkommenundwerdeneuchfressen

Wir kommen und werden euch fressen
Di Yu Wu Men | Hongkong | 1980 | IMDb, OFDb, Schnittberichte

Der Falke (Norman Chu) ist ein verwegener Kopfgeldjäger. Eines Tages verschlägt ihn die Suche nach dem Mörder Ching Lung auf eine kleine Insel. Die Bewohner des Eilandes legen ein sehr merkwürdiges Verhalten an den Tag und stören den Falken so bei seinen Nachforschungen. Schon bald kommt dieser jedoch hinter das Geheimnis der Insel: Die Bewohner sind allesamt Kannibalen.

Der chinesische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Tsui Hark, der sich mit Filmen wie ONCE UPON A TIME IN CHINA, A CHINESE GHOST STORY oder auch dem Action-Klopper DOUBLE TEAM einen Namen machen konnte, hat – wie so viele seiner Zunft – zu Beginn seiner Karriere einige Trash-Gurken runtergekurbelt. Neben SÖLDNER KENNEN KEINE GNADE zählt WIR KOMMEN UND WERDEN EUCH FRESSEN wohl Harks bekanntesten Reißern. Augenscheinlich war er zu der Zeit schwer von Hoopers BLUTGERICHT IN TEXAS beeindruckt und ließ diese Begeisterung nicht unwesentlich in sein Drehbuch einfließen. Statt Redneck-Kannibalen im amerikanischen Südwesten gibt es hier jedoch eine ganze Meute maskierter Letherfaces, die auf einer asiatischen Insel die gesamte Bewohnerschaft mit dem Fleisch ahnungsloser Passanten versorgt.
Das Ganze wird dann genau so albern präsentiert, wie die Geschichte klingt. Overacting und Hampelei werden (unterstützt von deutscher Synchronisation) hier zu einem Cocktail vermischt, der allerdings nur teilweise zu erfreuen vermag. Die Storyline schwankt dabei zwischen ordentlich und nicht vorhanden. Insbesondere in der Mitte des Films kann der Streifen durchaus etwas Spannung erzeugen, die dann allerdings von zuviel Leerlauf wieder zerstört wird.

 wirkommenundwerdeneuchfressen_x1

Aber wen interessiert hier schon Spannung, wir haben es hier schließlich mit einem Dorf voller Kannibalen zu tun. Diese metzeln ihre Opfer dann in Slapstick-Manier dahin, was zwar nicht vollkommen unblutig von Statten geht, allerdings auch nicht in einer Gore-Orgie endet. Dafür hätte wohl auch das Budget nicht ausgereicht, so dass das Präsentierte dann doch auch sehr überschaubar ausfällt.
Der Streifen landet also (trotz des großartigen deutschen Verleihtitels) in allen Belangen im Mittelmaß. Etwas Spaß, etwas Unsinn, etwas Blut und etwas Kannibalen. Nicht großes, aber ein solider Trasher für zwischendurch.

Netter kleiner Kannibalen-Trasher, mehr aber auch nicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..