TREMORS 3 – DIE NEUE BRUT

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Tremors 3 – Die neue Brut
Tremors 3: Back to Perfection | USA | 2001 | IMDb, OFDb, Schnittberichte

Burt Gummer (Michael Gross) kehrt in seine Heimatstadt Perfection zurück, nachdem er Graboiden an verschiedenen Orten der Welt in die Schranken gewiesen hat. Doch als er zurückkommt, muss er feststellen, dass das beschauliche Perfection zu einem Vergnügungspark wird, da die Einwohner aus dem Graboiden-Vorkommen Profit schlagen wollen. Insbesondere Desert Jack Sawyer (Shawn Cristian) zieht den Unmut von Burt auf sich. Doch ehe beide sich versehen, müssen sie zusammen gegen die neue Genration von Graboiden kämpfen.

1990 konnte TREMORS – IM LAND DER RAKETENWÜRMER mit Kevin Bacon als Zugpferd in der Hauptrolle einen Achtungserfolg landen. Der lockere – und gelungene – Unterhaltungsstreifen fand dann 1996 mit TREMORS 2 – DIE RÜCKKEHR DER RAKETENWÜRMER einen durchwachsenen Nachfolger, an dem Bacon nicht mehr teilnahm, so dass Fred Ward, im ersten Teil ebenfalls Hauptrolle, das Ding alleine schultern musste. Das klappte mehr schlecht als recht, so dass es dann doch etwas verwundert, warum im Jahre 2001 der dritte Teil erschien. Fred Ward hat das Schiff mittlerweile auch verlassen, so dass Michael Gross – im Original noch Nebenrolle, in Teil Zwei zumindest ambitionierter – nun als weiterhin schießwütiger Waffennarr Gummer die Hauptrolle zufällt. Es ist wohl S. S. Wilsons (der an allen Teilen als Produzent, Drehbuchautor oder Regisseur beteiligt war) und Brent Maddocks (stets am Drehbuch beteiligt) Herzblut zuzuschreiben, dass die Reihe auch noch einen dritten und vierten Teil erhielt.
Und die bereits erwähnte Erhebung der einstigen (parodischen) Nebenrolle zur zentralen Figur erweist sich wie erwartet als schwierig. Der Waffen-Fachmann schafft es trotz allen Humors nicht, einen stimmigen Helden abzugeben, so dass der Film letztlich nur aus Nebenrollen besteht. Dabei erinnert Sidekick-Buddy Shawn Cristian sehr stark an Cristopher Gartin, der genau die gleiche Rolle im Vorgänger verkörperte.

Auch das Drehbuch hält an der bereits erkannten Idee der Graboiden-Evolution fest, und schafft so die nächste Stufe der Sandmonster: Durch Blähungen fliegende Killerwesen. Wo das Original mit der abstrusen Idee von Sandwürmern noch geschickt kokettiere, bricht hier nur noch der Blödsinn aus. Gepaart mit haarsträubende Dummheit der Protagonisten und öden Dialogen bricht der Film ziemlich schnell ein. Einzig die Idee, das Städtchen Perfection der Kommerzialisierung Preis zu geben, und so einen Bezug zu Teil Eins herzustellen ist originell und hält bei der Stange.
Ganz und gar nicht tun das die miesen CGI-Effekte, mit denen die Tierchen diesmal zu großen Teil umgesetzt wurden. Bis auf ein paar handgearbeitete Modelle gibt es nämlich fast ausschließlich den Computer-Quatsch zu sehen, was einem dann auch in den Kreaturen-Szenen den Spaß verdirbt. Und von denen lebt ein TREMORS-Film schließlich zu großen Teilen.
Insgesamt bleiben also nur sehr wenig gute Haare an einem Streifen, der wohl nur beinharte Fans der Serie begeistern dürfte.

Langweilige Fortsetzung, die nichts mehr mit dem coolen Original gemein hat.

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