THE TERROR – SCHLOSS DES SCHRECKENS

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The Terror – Schloss des Schreckens
The Terror | USA | 1963 | IMDb, OFDb, Schnittberichte

Lt. André Duvalier (Jack Nicholson), seines Zeichens Soldat der napoleonischen Armee, findet sich im Jahre 1806 an einem deutschen Küstenstreifen wieder. Er irrt getrennt von seiner Truppe umher und trifft eine wunderschöne Frau. Als diese jedoch kurz darauf verschwindet macht sich Duvalier auf die Suche nach der Frau und stößt dabei auf das Schloss des Barons von Leppe (Boris Karloff). Wie sich schon bald herausstellt, birgt dieses ein dunkles Geheimnis.

Roger Corman. Allein der Name zwingt einen schon fast dazu, die legendäre Geschichte dieses Filmemachers herunterzubeten. Um in Rahmen zu bleiben sei an dieser Stelle nur erwähnt, dass sich Corman Anfang der 60’er Jahre gerade gänzlich in Horror-Stimmung befand, und reihenweise Filme runterkurbelte, bei denen er sich von klassischer Horror-Literatur (vor allem Edgar Allan Poe) inspirieren ließ. So entstand dann auch THE TERROR – SCHLOSS DES SCHRECKENS. Gerüchte besagen übrigens, dass Corman die Idee zu dem Film während der Dreharbeiten zu DER RABE – DUELL DER ZAUBERER kam, und er deshalb auch einfach dessen Set nutzte, weil das thematisch ebenso gut zu THE TERROR passte. Die Matte Paintings, die im Film zu sehen sind, sind darüber hinaus dieselben, die Corman bereits 1961 für DAS PENDEL DES TODES verwendete. Der Mann wusste halt schon immer, wie man kostengünstig produziert.
Mit von der Partie ist dann auch Cormans Zögling Jack Nicholson, der im zarten Alter von 21 Jahren auch gleich die Hauptrolle mimt. Dieser trägt den Film (sowohl in Sachen Screentime als auch schauspielerischer Güte) dann zusammen mit dem großartigen Boris Karloff, der Mal wieder in seiner Paraderolle als finsterer Burgherr zu sehen ist. Der Rest des Casts spielt so mit und steht den Beiden zumindest nicht im Weg.
Die Handlung ist wie erwartet sehr überschaubar, bietet aber einen funktionierenden Rahmen, um die Protagonisten durch die gelungenen Kulissen zu scheuchen. Die stellen nämlich die eigentlichen Highlights des Films dar. Klassischer Burgen-Horror steht und fällt halt mit einem stilsicheren Gemäuer. Und sowohl die kalten (Pappmaschee-)Mauern und die verborgenen Verließe als auch der Friedhof (auf dem es natürlich immer gewittert) können dahingehend vollends überzeugen.
Um den Film doch noch um ein wenig Handlung zu erweitern, wurde noch eine längere Fassung veröffentlicht, in der Dick Miller ein paar Minuten durch das Schloss hüpfen darf. Da das Material allerdings mit einer anderen Kamera gefilmt wurde, und inhaltlich mehr als belanglos ist, fällt es im eigentlichen Film eher unangenehm auf. Denn auch ohne solche Schustereien ist THE TERROR – SCHLOSS DES SCHRECKENS ein sehr unterhaltsamer Film, der wie nur wenig andere für das steht, was Roger Corman Jahrzehnte lang gemacht hat: Richtig billige, richtig unterhaltsame Streifen runterkurbeln.

Toller Corman-Horror, der ohne größere Ansprüche gut unterhalten kann.

3 Antworten zu “THE TERROR – SCHLOSS DES SCHRECKENS

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