DAS PENDEL DES TODES

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Das Pendel des Todes
The Pit and the Pendulum | USA | 1961 | IMDb, OFDb, Schnittberichte

Francis Barnard (John Kerr) besucht Nicholas Medina (Vincent Price) in seinem abgelegenen Schloss irgendwo in Spanien. Der Burgherr hat Barnards Schwester zur Frau genommen, doch unglücklicherweise ist diese vor wenigen Monaten verstorben. Da man den jungen Barnard nicht über die Umstände ihres Todes informiert hat, ist er nun auf dem Weg zum Schloss, um den mysteriösen Fall aufzuklären.

B-Fachmann Roger Corman bedient sich bekanntlich gerne überall, um Inspiration für seine unzähligen Filmchen zu finden. Im Fall von DAS PENDEL DES TODES gibt die amerikanische Horror-Ikone Edgar Allen Poe die Vorlage in Form einer Kurzgeschichte. Der Drehbuchschreiber Richard Matheson interpretiert diese Geschichte (welche von den Qualen eines Gefangenen während der spanischen Revolution handelt) allerdings sehr frei. Aus dem sehr finsteren Text von Poe wird so eine schön ausgestattete Gruselmär.
Um damit wären wir auch schon beim großen Pluspunkt des Films: Die großartige Ausstattung. MGM stellte Corman beachtliche 200.000 US$ zur Verfügung, und der bastelte dann mit seinem Team eine Unzahl toller Kulissen. Staubige Verliese, prunkvolle Säle, spinnweben-verhangene Gänge, das alte Schloss – inklusive Folterkeller – trägt somit essentiell zum Charme des Films bei. Sehr zu Gute kommt dieser Atmosphäre dann auch die durchaus inspirierte Kamera, die sich positiv von zeitgenössischen B-Filmchen abheben kann. Die Erwähnung, dass Horror-Urgestein Vincent Price in der Rolle des von Selbstzweifeln und Liebeskummer zerfressenen Burgbesitzers wieder einmal zu glänzen vermag, ist dann schon fast überflüssig.

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Der Rest des Casts mimt ordentlich, aber der Geschichte entsprechend unauffällig. Diese bietet nämlich kaum große Höhepunkte, sondern hält nur die tollen Sets zusammen. Da der Streifen aber gerade einmal 78 Minuten in Anspruch nimmt, wird einem trotzdem nicht langweilig.
Zwischendurch gibt es dann auch noch ein paar Effekte und hübsche Matte Paintings, die den guten Gesamteindruck abrunden und zum Ende kommt endlich das hochdramatische, namensgebende (Gummi-)Pendel zum Einsatz.

Toll ausgestattetes Gruselfilmchen, das von Vincent Price und schauriger Atmosphäre getragen wird.

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2 Antworten zu “DAS PENDEL DES TODES

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