OCTALUS – DER TOD AUS DER TIEFE

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Octalus – Der Tod aus der Tiefe
Deep Rising | USA | 1998
IMDb, OFDb, Schnittberichte

John Finnegan (Treat Williams) ist ein draufgängerischer Kapitän, der für das entsprechende Geld jeden Auftrag annimmt. Also fährt er auch eine Truppe von Söldner unter dem Kommando des eiskalten Hanover (Wes Studi) raus auf dem weiten Ozean, um ein Kreuzfahrtschiff auszurauben. Doch als die Gruppe, die Finnegan und seine Crew mittlerweile in ihrer Gewalt hat, auf der „Argonautica“ ankommt, ist das Schiff verlassen.

Regisseur und Drehbuchautor Stephen Sommers, der im weiteren Verlauf seiner Karriere vor allem mit der DIE MUMIE-Trilogie Bekanntheit erlangen sollte, war 1998 noch relativ unbekannt. Umso erstaunlicher, dass er ein Budget von ca. 45 Mio. US$ auftreiben konnte, um seine Idee von einem trashigen Action-Feuerwerk auf einem Luxusliner umzusetzen. Als zentrale Rolle konnte er den erfahrenen Schauspieler Treat Williams engagieren, der Trash-Freunden vor allem aus dem Zombie-Bullen-Spektakel DEAD HEAT bekannt sein dürfte, aber auch an Meilensteinen wie HAIR oder KRIEG DER STERNE mitwirkte. Die weibliche Hauptrolle ging an Famke Janssen, die bei JAMES BOND – GOLDEN EYE das Bondgirl gab.
Die Geschichte kommt dann recht dünn daher, was aber gar nicht stört, weil der Film zu keinem Zeitpunkt einen Hehl daraus macht, dass er einfach ein unterhaltsamer Actioner sein möchte. Die Nebengeschichte um Versicherungsbetrug wirkt da schon fast hochgestochen. Leider ist der Film für diesen Ansatz dann aber etwas lang geraten, so dass sich gen Ende doch ein paar Längen einschleichen. Die sind aber in Anbetracht der ansonsten schnellen und originellen Inszenierung vernachlässigbar. Die meiste Zeit explodiert irgendwo irgendwas, irgendwer rennt mehr oder minder erfolgreich vor den Tentakeln weg oder – falls diese beiden Modelle nicht zutreffen – haut Williams dumme Sprüche raus. Beste Unterhaltung also.

Das Ganze wird dann noch durch einige wirklich nette – und handgemachte – Gore-Effekte unterstützt, in Anbetracht derer man sich doch noch einmal die Augen über das FSK-16-Logo auf der Verpackung reibt. Alles nichts wildes, aber für eine solche Produktion doch schon beachtlich. Das Tentakelmonster dürfte da schon eher für Diskussion sorgen, entstammt es doch zu 100% dem Computer. Das sorgt zwar dafür, dass die Monster-Sequenzen sehr schnell und actionorientiert daherkommen, verpasst dem Film dann aber auch oft einen billigen Look. Das liegt dabei sowohl an der verwendeten Technik, als auch im Design des Ungeheuers.
Leider scheiterte der Film an den Kinokassen epochal und konnte gerade mal ein Viertel seines Budgets wieder einspielen, so dass das Ding leider als Flop zu werten ist. Schade, denn eigentlich hätte dieser toll ausgestattet No-Brainer mehr verdient gehabt.

Gute Action-Unterhaltung mit viel Trash und ein paar netten Effekten.

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Eine Antwort zu “OCTALUS – DER TOD AUS DER TIEFE

  1. Pingback: DIE MUMIE | SPLATTERTRASH·

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