NIGHTMARE 3 – FREDDY KRUEGER LEBT

nightmare3Nightmare 3 – Freddy Krueger lebt
A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors | USA | 1987 | IMDb, OFDb, Schnittberichte

Nancy Thompson (Heather Langenkamp), die vor sechs Jahren mit dem im Traum erscheinenden Mörder Freddy Krueger (Robert Englund) fertig geworden ist, kehrt in ihre Heimatstadt Springwood zurück, um dort in einer Klinik für schwer erziehbare Jugendliche zu arbeiten. Schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass viele der Kids dort wieder von Freddy träumen. Nancy muss die Hilfe von Dr. Neil Gordon (Craig Wasson) erlangen, um dem Mörder wieder einmal die Stirn zu bieten.

NIGHTMARE 2 – DIE RACHE wurde sowohl von den Kritikern, als auch von den Kinobesuchern recht zwiespältig aufgenommen. Da das Ding seine Kosten aber trotzdem locker wieder einspielte, war die Frage zu der Zeit weniger ob es eine Fortsetzung geben würde, als viel mehr wie diese aussehen sollte. Da Robert Shaye (produzierte bereits die ersten beiden Teile) weiterhin das Ruder in der Hand hatte, war an allen drei Teilen wenigstens eine Konstante beteiligt. Shaye sah den einzigen Ausweg nach dem storylastigen zweiten Teil darin, wieder zu den Wurzeln zurückzukehren. Und wie kann man das besser, als wenn man sich wieder die alten Beteiligten ins Boot holt. So konnte der geistige Schöpfer der Serie und Regisseur von NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME, Wes Craven, zumindest für den Part des Drehbuchautoren verpflichtet werden und Heather Langenkamp feierte ebenso ihr Comeback. Die Regie wurde dem Neuling Chuck Russell, der in den folgenden Jahren unter anderem auch bei DER BLOB (1988) und ERASER (1996) Regie führen sollte, anvertraut.

Dank Cravens Arbeit erhält die Geschichte einiges an neuen Impulsen. Der wichtigste ist dabei die konsequente Fortführung des bisher Bekannten. Das Freddy-Problem hat mittlerweile dafür gesorgt, dass massig Kids in der Klapsmühle landen, und dort gegen ihren Peiniger kämpfen müssen ohne dass ihre Eltern oder das Pflegepersonal ihnen Glauben schenkt. Das führt die Geschichte nachvollziehbar fort und ermöglicht gleichzeitig das Einbringen neuer Charaktere, ohne diese in bestehende Strukturen hineinzuzwingen.
Des Weiteren kommen so sehr viel mehr Traumsequenzen zu Einsatz, die sowohl in Qualität als auch Quantität überzeugen können. Angenehm wirr und alptraumhaft kommen die Setdesigns dann daher und mit Kunstblut und Latex wird auch nicht gespart. Nicht zuletzt wegen dieser Eigenschaft entwickelt der Film ein deutlich höheres Tempo als sein Vorgänger.
Im Verlaufe des Film droht die Geschichte von den jugendlichen Problemkindern, die an sich glauben und zusammenhalten müssen, dann zwar ein wenig in Richtung Kinderfilm abzurutschen, aber Russell steuert in den richtigen Momenten immer mit ein wenig Horror und Gewalt gegen, so dass das Ding nie völlig Richtung Kitsch kippt.

Gute Fortsetzung, die mit hohem Tempo und guten Effekten den etwas verschlafenen zweiten Teil vergessen macht.