HIGH LANE – SCHAU NICHT NACH UNTEN!

HIGH LANE – SCHAU NICHT NACH UNTEN!

Originaltitel: High Lane
Alternativtitel:
Herstellungsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Abel Ferry
Drehbuch: Johanne Bernard, Louis-Paul Desanges
Darsteller: Justin Blanckaert, Nicolas Giraud, Raphael Lenglet, Johan Libéreau, Fanny Valette, Maud Wyler

Laufzeit: ca. 82 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb

Inhalt:
Eine Gruppe junger Menschen begibt sich auf eine Klettertour in Kroatien. Das die Strecke eigentlich gesperrt ist wird geflissentlich ignoriert und die Grupp entgeht nur knapp einem Unglück. Dummerweise ist ihnen nach der Kletterpartie aber der Rückweg verbaut und als Fred, der Kopf der Gruppe, plötzlich verschwindet zeichnet sich noch ein weiteres Übel ab.

Meinung:
Abel Ferry präsentiert hier sein Spielfilm-Debut. Die Kulisse – ein Wald – und der Cast von gerade einmal sechs Personen lassen dabei erahnen, dass das Ding relativ kostengünstig produziert werden musste. Das ist natürlich nichts grundsätzlich Schlechtes, schränkt aber doch ein. Die Kulissen beginnen einfach irgendwann zu langweilen, auch wenn ein paar Einstellungen der Kletterei durchaus nett gelungen sind.
Was den Film aber wirklich langweilig macht, ist das unausgegorene Drehbuch. Johanne Bernard und Louis-Paul Desanges haben hier einfach ein paar Grundsätze was Spannung anbelangt missachtet. Die Kletterpartie, die zwar durchaus gelungen ist, aber im Endeffekt nur Vorspiel sein sollte, nimmt beinahe die Hälfte des Films ein. Da fragt man sich als Zuschauer doch, warum derart viel Zeit mit dem Rahmen verbracht wird. Wahrscheinlich, weil der Kern des Films, die stereotype Hinterwäldler-Geschichte, einfach zu dünn ist, als das sie mehr als 30 Minuten füllen könnte. Es gibt keine Erklärungen, keine Gründe, einfach nur ein vermisstes Kind, dass dann natürlich als gestörter Killer endet und massig Leute meuchelt. Das ist in Zeiten, in denen Backwood-Slasher Massenware sind halt einfach zu wenig. So dümpelt die belanglose Geschichte ohne Spannungsbogen vor sich hin, der austauschbare und wenig nachvollziehbar handelnde Cast rettet da auch nichts mehr.
Da der Film nun aus Frankreich und dem 21. Jahrhundert stammt, könnte man erwarten, dass wenigstens eine ordentliche Menge an Gewalt geboten wird, aber auch hier wird der Betrachter auf ganzer Linie enttäuscht. Es gibt quasi nichts zu sehen was einer Erwähnung wert wäre, nicht mal die Maskenarbeit am Killer weiß zu gefallen. Das ist halt einfach viel zu wenig.

Fazit:
Blutleer, inhaltsleer und vor allem frei von jeglicher Spannung.