POLTERGEIST III – DIE DUNKLE SEITE DES BÖSEN

POLTERGEIST III – DIE DUNKLE SEITE DES BÖSEN

Originaltitel: Poltergeist III
Alternativtitel:
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1987
Regie: Gary Sherman
Drehbuch: Gary Sherman
Darsteller: Heather O’Rourke, Tom Skerritt, Zelda Rubinstein, Nancy Allen, Lara Flynn Boyle, Kipley Wentz, Richard Fire

Laufzeit: ca. 94 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb

Inhalt:
Carol Anne lebt nach ihren schrecklichen Erlebnissen in Cuesta Verde nun bei ihrem Onkel Bruce und ihrer Tante Pat in Chicago. Sie besucht dort auch eine therapeutische Gruppe, die von Dr. Seaton geleitet wird. Zunächst verläuft alles nach Plan, und Carol Anne befindet sich auf dem Weg der Besserung. Doch bei der Eröffnung des neuen Hochhauses ihres Onkels kommt es in dem modernen Gebäude wieder zu merkwürdigen Phänomenen.

Meinung:
Als Tobe Hooper und Steven Spielberg (die ewige Frage, wer jetzt mehr Anteil daran hatte sei an dieser Stelle einmal ignoriert) „Poltergeist“ veröffentlichten, entwickelte sich der Fantasy-Grusel-Streifen zum Kassenschlager und zog 1986 den sehr durchschnittlichen „Poltergeist II – Die andere Seite“ nach sich. Spielberg und Hooper waren nicht mehr an Bord, was Drehbuch und Regie deutlich einbrechen ließ. Die Testvorführungen verliefen desolat, große Teile wurden entfernt und der Streifen konnte sein 20 Mio. US$ Budget an den Kassen zumindest verdoppeln. Grund genug, 1987 einen dritten Teil zu produzieren. Gary Sherman, der zuvor ein paar Horror-Heuler runtergekurbelt hatte, übernahm Drehbuch und Regie und verpflanzte die Handlung aus der Vorstadt in einen Wolkenkratzer.
Die mysteriösen Todesfälle, die sich rund um den Cast der „Poltergeist“-Filme ereigneten, sorgten dafür, dass nur noch Heather O’Rourke, die Darstellerin der zentralen Figur Carol Anne, im Cast geblieben ist. Um den Mythos um die Filme zu komplettieren verstarb aber auch sie vor Abschluss der Dreharbeiten. Somit starben zwischen 1982 und 1987 fünf Darsteller der drei Filme. Der Tod von O’Rourke brachte die Crew derart aus der Fassung, dass das Ende des Films – welches wieder einmal auf Drängen der Produzenten geändert werden musste – sehr lieblos und unlogisch zusammengeschustert wurde. Der Charakter Scott wurde gar vergessen und taucht einfach nicht mehr auf.

Die Handlung kann nicht überraschen, werden doch einfach die mittlerweile bekannten Szenen von mysteriösen Ereignissen aneinander gereiht. Das schadet jedoch nicht allzu sehr, da der Ortswechsel dem Film sehr gut tut und die Zahl an paranormalen Zwischenfällen einfach erhöht wurde. Somit wird die laffe und teils unlogische Geschichte immerhin zügig und abwechslungsreich vorgetragen. Dazu kommt, dass die Effekte, wenn auch nicht brutal, durchaus gelungen sind. Vor allem die Spielereien mit Spiegeln können unterhalten. Dass das Medium Tangina weniger Screentime für mystische Reden bekommt und mit Reverend Kane und dem Indianer Taylor zwei weitere paranormale Rollen fast wegfallen, verortet dem Film deutlich mehr im Hier und Jetzt.
Der Streifen konnte sein Budget von 10 Mio. US$ dann auch knapp wieder einspielen, stellt aber trotzdem das Ende der Reihe dar. Ob das nun an den diversen Todesfällen oder an wirtschaftlichen Gesichtspunkten lag, lässt sich nicht abschließend klären. Immerhin bringt der Film die Reihe nach dem starken Einbruch des zweiten Teils wieder auf ein ordentliches Level.

Fazit:
Ordentlicher Abschluss der Trilogie, der mit vielen Effekten in einem frischen Setting zu unterhalten weiß.