THE DEAD

THE DEAD

Originaltitel: The Dead
Alternativtitel:
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Howard J. Ford, Jonathan Ford
Drehbuch: Howard J. Ford, Jonathan Ford
Darsteller: Rob Freeman, Prince David Oseia, David Dontoh, Glenn Salvage, Dan Morgan, Benjamin James Elliot, Mark Chapman, Amir Moallemi, Julia Scott-Russell, Mark Loberg

Laufzeit: ca. 105 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb

Inhalt:
Große Teile Afrikas sind von Untoten bevölkert, die letzten Überlebenden verlassen in Flugzeugen den Kontinent. Lt. Brian Murphy befindet sich im letztem dieser Flüge, der jedoch abstürzt. Murphy überlebt als einziger, bis er Sgt. Daniel Dembele trifft. Fortan schlagen sich die beiden zusammen durch die Horden von Untoten.

Meinung:
Moderne Zombiefilme werden bekanntlich immer actionreicher. Auch müssen immer mehr Erklärungen – bspw. Viren, Infektionen o.Ä. – her, um das Erscheinen der wandelnden Toten zu erklären. „28 Days/Weeks Later“ oder „Dawn of the Dead“ zweigen zwar, dass auch das für tolle Filme sorgen kann, aber allzu oft sorgen die spurtenden Menschfresser für Unzufriedenheit beim Publikum. Also schalten die Gebrüder Ford gleich mal drei bis vier Gänge zurück und präsentieren mit „The Dead“ nicht nur ein ungewöhnliches Setting, sondern auch einen äußerst ruhigen Film.
Dass der Schauplatz Afrika in Verbindung mit Horror gut funktionieren kann, dürfte Videospielern bereits seit „Resident Evil 5“ bekannt sein, nun können sich auch Filmfreunde davon überzeugen. Neben den schönen, natürlichen Kulissen sorgt das Setting vor allem durch seine Ungewöhnlichkeit und Unverbrauchtheit für Unterhaltung. Zwar kommen im Film nicht derart viele Panoramen vor, wie man hätte erwarten können, aber die vielen Nahaufnahmen der Savanne, transportieren einen stimmigen Eindruck.
Den machen im Übrigen auch die Splatter-Effekte. Zwar finden hier und da CGI-Effekte Verwendung (vor allem bei schnellen Kopfschüssen, somit verkraftbar), der Großteil ist allerdings handgemacht und teilweise sehr gut gelungen. Die Zombiemasken sind ordentlich, ohne herauszuragen. Insgesamt pendelt sich der Streifen somit im soliden Effekt-Mittelfeld ein.
Speziell wird es dann in Sachen Story. Die ist sehr spartanisch und beschränkt sich im Großen und Ganzen darauf, den Weg der beiden Protagonisten möglichst unaufgeregt darzustellen. Kleine Pannen werden zum Kampf auf Leben und Tod. Ein paar unglücklich liegende Steine beenden fast die Reise und eine Wasserpumpe stellt das größte Glück dar. Somit ist der Streifen ganz weit weg vom modernen State-of-the-Art-Zombiefilm, wo Action und opulente Optik sich die Klinke in die Hand geben. Das tut dem Film aber gut, und reduziert das Ganze auf einen stimmigen Überlebenskampf. Leider mangelt es dem Film an manchen Stellen arg an Dialogen, was in Verbindung mit der allgemein ruhigen Stimmung viele Zuschauer abschrecken wird. Wer sich aber darauf einlässt, bekommt einen packenden Zombiefilm.

Fazit:
Ruhige Geschichte, echte Effekte, langsame Zombies. Vielleicht nicht modern, aber mit Sicherheit ein toller Film.