CUJO

CUJO

Originaltitel: Cujo
Alterntivtitel: Stephen King’s Cujo
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1983
Regie: Lewis Teague
Drehbuch: Stephen King, Don Carlos Dunaway
Darsteller: Dee Wallace, Danny Pintauro, Daniel Hugh Kelly, Christopher Stone, Ed Lauter, Lee Kaiulani, Billy Jayne, Mills Wateson, Sandy Ward, Jerry Hardin, Merritt Olsen

Laufzeit: ca. 90 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Vic und Donna Trenton führen mit ihrem Sohn Tad ein beschauliches Leben in der Kleinstadt Castle Rock im Bundesstaat Maine. Eines Tages muss Vic auf eine Geschäftsreise gehen und Donna bleibt mit dem kleinen Tad alleine zu Hause. Als sie ihren Wagen zu einem abgelegenen Mechaniker bringen will, wir sie mit ihren Sohn im Wagen von dessen tollwütigen Hund bedroht.

Meinung:
1983 war die Stephen-King-Welle schon so mächtig, dass es undenkbar war, eines seiner Bücher nicht sofort zu verfilmen. So wurde also auch Kings Hunde-Horror nur zwei Jahre nach der US-Veröffentlichung des Buchs auf die Leinwand gebracht. Da das Buch in Deutschland erst 1986 veröffentlicht wurde, konnten sich die deutschen Horror-Fans (nicht zum letzten Mal) eine Stephen-King-Verfilmung ansehen, ohne dass der Lesestoff dazu überhaupt schon erschienen war.
Leider gehört „Cujo“ nun nicht zu Kings stärksten Romanen, so dass die Filmschaffenden schon ordentliche Arbeit leisten mussten, um aus dem Stoff etwas zu machen. Leider scheiterte dieses Unterfangen weitestgehend. Die Schauspieler machen zwar einen soliden Job, aber irgendwelche Besonderheiten die darüberhinaus erwähnenswert wären, gibt es nicht. Auch die zwischenmenschlichen Probleme zwischen den beiden Paaren bleiben in der Filmumsetzung relativ blass. Richtig schlimm wir es dann zum Ende des Films. Während Tad in der Buchvorlage nach einem tagelangen Martyrium im Wagen verdurstet, wird er im Film von Donna in der letzten Sekunde wiederbelebt. Das finstere Ende und der Vorwurf nicht rechtzeitig gehandelt zu haben, fallen hier einem in Amerika fast zwingend notwendigen Happy End zum Opfer. Natürlich muss der schon tot geglaubte Cujo dann im Film auch nochmal aufstehen, um einen vermeintlichen Schockmoment zu erzeugen.

Das Ende ist somit ein Paradebeispiel dafür, was im Filmwesen anscheinend notwendig ist, um Erflog zu haben. Und den hatte der Film. So spielte der Streifen seine 5 Mio. US-Dollar an Produktionskosten schon am Eröffnungswochenende wieder ein. Stephen-King-Hype sei Dank. Skurriler Weise ist Stephen King selbst der Meinung, das „Cujo“ eine der besten Filmumsetzungen seiner Werke ist. So sieht er in dem Film einige „der furchterregendsten Momente, die je auf Film gebannt wurden“. Soso …
Immerhin gibt es aber auch Lichtbliche. Cujo ist recht einfallsreich (und mit Hilfe von sechs verschiedenen Bernhardinern) umgesetzt und die Maskenbildner haben an den Tieren teils erstaunliche Arbeit geleistet. So hat der ansonsten blutleere Film wenigsten ein paar Schauwerte tricktechnischer Natur zu bieten.

Fazit:
Lasche Umsetzung eines durchschnittlichen Buches.

4 Antworten zu “CUJO

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