DÄMONEN

DÄMONEN

Originaltitel: Demoni 2
Alternativtitel: Dance of the Demons 2
Herstellungsland: Italien
Erscheinugsjahr: 1986
Regie: Lamberto Bava
Drehbuch: Dario Argento, Lamberto Bava
Darsteller: David Edwin Knight, Nancy Brilli, Coralina Cataldi-Tassoni, Bobby Rhodes, Asia Argento, Virigina Bryant, Anita Bartolucci, Antonio Cantafora, Michelle Mirabella

Laufzeit: ca. 87 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
In einem hochmodernen Hamburger Hochhaus gibt es neben einem Fitnessstudio und einigen Partys natürlich auch jede Menge Fernseher. In einem davon guck Sally gerade eine Dokumentation über Dämonen, die in Berlin und Umfeld wüten. Doch plötzlich bricht einer der Dämonen aus dem Fernseher hervor und bringt gleich noch seine Freunde mit.

Meinung:
Der Vorgänger (bei den deutschen Veröffentlichungen wurden die Zahlen im Titel verdreht) „Dämonen 2“ war ein Paradebeispiel, wie ein guter Splatter-Streifen auszusehen hat. Also hat sich Regisseur Lamberto Bava gleich ein Jahr später daran begeben, eine Fortsetzung zu drehen. Leider klammert er sich dabei zu sehr an den ersten Teil, als das wirklich etwas Eigenständiges entstehen kann. Die großartige Idee aus dem Vorgänger, bei dem die Protagonisten die andere Handlungsebene des Films in einem Kino selber betrachten, wird hier mehr schlecht als recht vor dem TV wiederholt. Leider sorgt das in diesem Fall nur noch für Verwirrung, da dem Zuschauer nur schwer klar wird, wie das Ganze mit dem ersten Teil zusammenhängt. Auch andere Stellen in Film erinnern stark an das Original. Wiederum sind die Menschen eingeschlossen und wiederum rasen Rowdies mit Autos durch die Gegend. War alles schon mal da. Richtig lustig wird es dann, wenn Bobby Rhodes, der Zuhälter aus dem ersten Teil, hier wieder als Fitnesscoach auftaucht.
Die Effekte hinken ebenfalls etwas hinterher. Die Masken bleiben zwar auf dem sehr hohen Niveau des Vorgängers, und sind somit immer noch wunderbar anzusehen, aber in Sachen Splatter schaltet dieses Vehikel mal eben zwei bis drei Gänge zurück. Das heißt nicht, dass es hier unblutig zu geht, aber ein Gemetzel ist es auch nicht.
Wenn man jetzt auch noch erwähnt, dass die grandiosen Metal-Stücke durch ruhigere Rock-Nummern ersetzt wurden, könnte man auf den Gedanken kommen, dass „Dämonen“ ein schlechter Film ist. Aber das stimmt so nicht. Im direkten Vergleich ist er wohl schlechter aus „Dämonen 2“, aber das trifft auf viele Filme zu. Es bleibt aber trotzdem ein unterhaltsamer Monster-Streifen mit Blut und tollen Dämonen.
Übrigens liefert die 10-jährige Asia Argento – Papa Dario schrieb ja immerhin das Drehbuch mit – hier ihren ersten Filmauftritt ab.

Fazit:
Kann dem großartigen Vorgänger im keinen Belangen das Wasser reichen, trotzdem ein guter Horror-Splatter-Streifen.

2 Antworten zu “DÄMONEN

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