POULTRYGEIST: NIGHT OF THE CHICKEN DEAD

POULTRYGEIST: NIGHT OF THE CHICKEN DEAD

Originaltitel: Poultrygeist – Night of the Chicken Dead
Alternativtitel:
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Regie: Lloyd Kaufmann
Drehbuch: Daniel Bova, Gabirel Friedman
Darsteller: Jason Yachanin, Kate Graham, Allyson Sereboff, Robin L. Watkins

Laufzeit: ca. 103 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Die Fastfood-Kette “American Chicken Bunker” eröffnet in Tromaville eine neue Filiale. Dummerweise haben sie diese auf die alte Begräbnisstätte der Tromahawk Indianer gestellt, so dass sich nun der Fluch der Ureinwohner mit den Seelen tausender toter Hühnchen verbindet, und die Kunden und Angestellten des „ACB“ in Angst und Schrecken versetzt.

Meinung:
Jeder der Troma kennt, weiß, was ihn in diesem Strifen erwartet: Trash, Gewalt und Unsinn bis zum Letzten. Also kommen wir gleich zu Anfang mal zu einem ungewöhnlichen Element von Troma-Filmen. Der Film zu nicht unerheblichen Teilen ein Musical. Immer wieder verfallen die Protagonisten in mehr oder minder humorvolle Gesänge, welche von Tanzchoreographien (soweit man bei Troma von so etwas reden kann) begleitet werden. Diese Teile des Streifens schwanken zwischen sehr unterhaltsam und etwas dümmlich. Ein erfrischendes Element sind sie aber allemal.
Denn ansonsten hat der Film in Sachen Story rein gar nichts zu bieten. Dagegen sind selbst andere Troma-Knaller echt tiefgründig. Der Kern des Films ist eher eine extrem-satirische Fast-Food-Kritik. Fleischkonsum, Kapitalmarkt, Militarismus und KKK-Zugehörigkeit, hier bekommt der amerikanische Fastfood-Markt mehr als nur sein Fett weg. Fast jede Figur im Film trägt übrigens auch (eine Anspielung auf) den Namen einer dieser Ketten. Aber auch ansonsten schlägt Lloyd Kaufmann mal wieder wild um sich: Schwule Mexikaner, rassistische Landeier, verhüllte Musliminnen, betrunkene Indianer und tausend andere Klischees prasseln nur so auf den Betrachter ein. Typisch Troma halt.
Typisch Troma ist auch der Gewalt- und Ekelgrad des Streifens. Das letzte Drittel ist ein einziges, übertriebenes Gemetzel, voller skurriler Szenen und Seitenhiebe. Wenn die Zombie-Hühnchen ihr eigenes Leid auf die menschlichen Opfer übertragen ist das einfach episch. Die mehr als zahlreichen Effekte sind dabei Troma-typisch unrealistisch und bestechen durch ihren satirischen Charakter. Ansonsten fährt der Film noch ein breite Palette ekeliger Einlagen auf, die nicht jedermanns Sache seien dürften. Menschliche Ausscheidungen en masse, Sex mit allerlei verschiedenen Dingen und Wesen sowie nackte Tatsachen an jeder Ecke krönen diese Achterbahn des Absurden.

Fazit:
Keine Handlung, aber dafür Musical, Trash, Gewalt, Gewalt, Gewalt und Seitenhiebe auf alles und jeden machen diese Satire zu einem herausragenden Troma-Streifen.

Eine Antwort zu “POULTRYGEIST: NIGHT OF THE CHICKEN DEAD

  1. Pingback: A NYMPHOID BARBARIAN IN DINOSAUR HELL « SPLATTERTRASH·

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.