ZOMBIES UNTER KANNIBALEN

ZOMBIES UNTER KANNIBALEN

Originaltitel: Zombi Holocaust
Alternativtitel: Dr. Butcher M.D., Zombie Inferno, Island of the Last Zombies
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1980
Regie: Marino Girolami
Drehbuch: Fabrizio De Angelis
Darsteller: Ian McCulloch, Alexandra Delli Colli, Sherry Buchanan, Peter O’Neal, Donald O’Brien, Linda Fumis, Dakar, Roberto Resta

Laufzeit: ca. 82 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
In einem New Yorker Krankenhaus kommen auf ungeklärte Weise Körperteile abhanden. Doch eines Nachts stellt sich raus, dass ein Einwohner der südostasiatischen Insel Kito, wo man den Kannibalismus pflegt, sich die Körperteile geschnappt hat. Um der ganzen Sache nachzugehen, machen sich der FBI-Agent Dr. Chandler, die Anthropologin Lori und zwei Journalisten auf den Weg nach Kito.

Meinung:
1980 war die Kannibalen-Welle der 70’er Jahre bereits vorüber, und die Zombie-Welle übernahm das Zepter in Sachen Expolitation-Krachern. Also dachte sich Marino Girolami, dass in diese Schnittstelle doch ein Hybrid aus beidem passen muss. Also verbindet er einen kräftigen Schuss Kannibalen-Trash mit ein wenig Zombie-Standard und fertig ist die 80’er Splatter-Trash-Perle.
Die Produktionsmittel waren dabei gewohnt gering, was man dem Streifen von vorne bis hinten ansieht. Die Schauspieler sind selbst mit ihren arg stereotypen Rollen überfordert, Dialoge und Handlung fehlen weitestgehend. Das Drehbuch steuerte übrigens Fabrizio De Angelis bei, der auch für Fulci-Dinger wie „Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies“ oder „Das Haus an der Friedhofsmauer“ verantwortlich zeichnet. Dafür taumelt die Geschichte flott vorwärts, womit sie vielen Kannibalen-Streifen schon mal etwas voraus hat. Erreicht das Geschehen dann die Insel Kito wird es noch kurzweiliger, weil nun ein derber Splatter-Effekt den nächsten jagt. Das alles geht zwar weiterhin recht billig vor sich, dafür sind die Effekte aber sehr derbe und immer voll im Bild. Von übermäßigem Ekel oder gar Tiersnuff – wie bei den Genrekollegen aus den 70’er üblich – wird übrigens dankenswerter Weise abgesehen.
Das Ganze ist übrigens mit epischen Synthie-Klängen unterlegt, die zwischen Trash und Porno (auch hier machte Girolami mal einige Versuche) schwanken. Zum Ende hin runden noch ein wenig Kannibalen-Ritus und Mad-Scientist-Action die Sache ab, und bestätigen so den positiven Eindruck, den der ganze Steifen hinterlässt.

Fazit:
Trash und Splatter aus Italien. Trash und Splatter aus den 80’ern. Trash und Splatter aus Liebe!

2 Antworten zu “ZOMBIES UNTER KANNIBALEN

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