13 GEISTER

13 GEISTER

Originaltitel: Thir13en Ghosts
Alternativtitel: 13 Ghosts, Thirteen Ghosts
Herstellungsland: Kananda/USA
Erscheinungsjahr: 2001
Regie: Steve Beck
Drehbuch: Robb White, Benjamin Carr
Darsteller: Tony Shalhoub, Embeth Devidtz, Matthew Lillard, Shannon Elizabeth, Alec Robert, JR Bourne, Rah Digga, F. Murry Abraham, Matthew Harrison, Jacob Rupp

Laufzeit: ca. 91 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb

Inhalt:
Arthur verliert bei einem Hausbrand seine Frau und lebt fortan mit seinen beiden Kindern Kathy und Bobby sowie einem Kindermädchen in einer kleinen Wohnung. Geplagt von Geldsorgen kommt es Arthur gerade recht, dass sein ihm weitestgehend unbekannter Onkel Cyrus verstorben ist, und ihm ein stattliches Anwesen hinterlassen hat. Doch als die Truppe das neue Heim beziehen möchte, wird schnell klar, dass Cyrus mehr als nur ein nettes Haus zurückgelassen hat.

Meinung:
Schon in den ersten Minuten macht der Film es seinem Betrachter nicht gerade leicht. Die elektronische Geisterhatz zu Beginn wirkt – trotz netter Optik – doch ein wenig unstimmig. Bleiben wir also erstmal beim Pluspunkt des Films: Ausstattung und Gestaltung können durchaus überzeugen. Vor allem das Haus des Onkel Cyrus, welches mit einer Mischung als Steampunk und Jules Verne aufwartet, weiß zu gefallen. Dazu kommen einige nette Kameraeinstellungen und teils hübsche Masken bei den Geistern. Diese sind allerdings nur für Sekundenbruchteile zu erkennen.
Damit wären die positiven Seiten des Films abgehakt. Was übrig bleibt lohnt der Betrachtung kaum. Die Story ist zusammenhanglos und uninspiriert. Die Handlung basiert auf dem Streifen „Das Unheimliche Erbe“ von 1960. Vor 50 Jahren mag ein so lockerer Handlungsrahmen in diesem Genre noch funktioniert haben, heute macht es den Film schlicht langweilig. Ein weiteres großes Problem ist die Atmosphäre. Zwar hätte der Film durchaus die Möglichkeit gehabt, in einigen Szenen Spannung zu erzeugen, aber er macht es sich oft durch billig eingestreute Gags wieder zu Nichte. Wenn ein hysterisch kreischendes Mädel 20 Sekunden später smarte Oneliner um sich wirft, dann leidet die Stimmung doch sehr.
Ansonsten versucht sich der Streifen erfolglos an verschiedenen Schockmomenten und ergeht sich zum Ende hin in mystischem Unsinn und großer Liebe. typischer Hollywood-Horror-Unsinn. Regisseur Steve Beck scheint aber ein Faible für solche Machwerke zu haben, veröffentlichte er doch nur ein Jahr später den ähnlich gelagerten – wenn auch nicht ganz so schlechten – „Ghost Ship“.
Auch wenn „Das Unheimliche Erbe“ übrigens die Vorlage zur mauen Geschichte lieferte, so hat der Gruselstreifen aus den 60ern seinem Remake doch etwas voraus: Damals waren die Geister im schwarz-weißen Film nur in einem schwachen Blau zu erkennen. Die Kinobesucher bekamen nun rote und blaue Brillen, mit welchen es entweder möglich war, die Geister auf der Leinwand deutlich zu sehen (rot) oder ganz verschwinden zu lassen (blau). Wer braucht da noch 3D-Brillen?

Fazit:
Optisch ganz nett, ansonsten absoluter Schund.