POLTERGEIST

POLTERGEIST

Originaltitel: Poltergeist
Alternativtitel: Duch
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1982
Regie: Tobe Hooper
Drehbuch: Stephen Spielberg, Michael Grais
Darsteller: Craig T. Nelson, JoBeth Williams, Beatrice Straight, Heather O’Rourke, Dominique Dunne, Zelda Rubinstein, Oliver Robins, Michael McManus, Virginia Kiser

Laufzeit: ca. 110 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Familie Freeling lebt glücklich und zufrieden in einer Neubausiedlung namens Cuesta Verde irgendwo im Westen der USA. Eines Tages ist die kleine Carol Anne der Meinung, dass „sie“ durch den Fernseher gekommen wären und nun „da sind“. Fortan spielen sich höchst merkwürdige Begebenheiten im Haus der Freelings ab und diese wissen sich nicht anders zu helfen, als das Medium Tangina um Hilfe zu bitten.

Meinung:
„Poltergeist“ ist mit Sicherheit einer der Horrorstreifen der 80er Jahre. Unter Regie von Tobe Hooper, und einem Stephen Spielberg, der für Produktion und Drehbuch verantwortlich zeichnet, sind hier zwei Schwergewichte der Horrorfilms bzw. fantastischen Films am Werk. Allerdings muss dabei erwähnt werden, dass Hooper an der gesamten Nachproduktion sowie am Schnitt und Effekten nicht mehr beteiligt war, und Spielberg hier das Heft in die Hand nahm. Als Folge tendiert der Film auch deutlich mehr richtig spielberg‘scher Unterhaltung, als in hooper’schen Terror.
Die zunehmenden Poltergeist-Aktivitäten im Hause Freeling sind somit nur bedingt in der Lage Schrecken zu wecken. Zu ungreifbar und undefiniert ist das Böse, Spielberg mag halt das Mystische. Auch wirkt die Idee mit dem nicht verlegten Friedhof heutzutage altbacken und überholt. Was in einem Autokino der 80er Jahre noch Teenagermädels in die Arme ihrer Begleiter getrieben haben mag, wirkt für den Horrorfan von heute nur noch bedingt erschreckend. Dass das jedoch kein allgemeines Problem ist, beweisen Filme wie „Das Ding aus einer anderen Welt“ mit Bravour, welche auch heute noch bedrückend wie eh und je sind.
So lebt „Poltergeist“ heute von der atmosphärischen Erzählweise und seinen durchaus noch ansehnlichen Effekten. Auch wenn diese keinem roten Faden folgen, wirken sie doch stimmig und handwerklich gut gemacht. Seinerzeit waren die optischen Spielereien wegweisend und galten als das Nonplusultra auf diesem Gebiet. Gewalt gibt es dabei nicht zu sehen. Die einzige Ausnahme bildet die berühmte Szene, in der sich einer der Parapsychologen das Gesicht zerreißt. Auch dieser Effekte ist übrigens klasse gemacht und sorgte dafür, dass der Film zumindest für die TV-Ausstrahlungen geschnitten wurde.
Des Weiteren ist die Poltergeist-Trilogie durch zahlreiche Todesfälle in ihren Casts bekannt geworden. Vor allem  Heather O’Rourkes Ableben (spielte die zentrale Figur Carol Anne) versetzte die Öffentlichkeit in Erregung. Als dann auch noch die Darsteller zentraler Figuren des zweiten Teils verstarben, festigte sich endgültig ein Mythos, der bis heute um die Filmreihe geistert. Diese wurde durch Angaben der Filmcrew über merkwürdige Ereignisse während der Dreharbeiten weiter genährt.

Fazit:
Nettes Gruselabenteuer, welches allerdings viel von seinem Grusel und Charme in den 80er Jahren vergessen hat.