AUTOPSY

AUTOPSY

Originaltitel: Autopsy
Alternativtitel:
Mercy
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Adam Gierasch
Drehbuch: Adam Gierasch, Jace Anderson
Darsteller: Robert Patrick, Ross McCall, Michael Bowen, Jenette Goldstein, Robert LaSardo, Jessica Lowndes, Ashley Schneider, Eric F. Adams, Arcadiy Golubovich, Ross Kohn

Laufzeit: ca. 85 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Fünf Teenager haben nach einer durchzechten Nacht einen Unfall. Glücklicherweise kommt kurze Zeit später ein Krankenwagen des Weges. Dieser nimmt die Jugendlichen mit in das abgelegene Mercy Hospital. Doch schon nach kurzer Zeit kommt die Truppe hinter das schreckliche Geheimnis dieser einsamen Klinik.

Meinung:
Um an diesem Streifen Spaß zu haben muss man sich vor allem eines klar machen: Man kann das Ding nicht ernst nehmen. Der Film gibt sich allerdings schon in den ersten Minuten größte Mühe, das dem Betrachter auch klar zu machen. Der Krankenwagen mit dem bis in die (nicht vorhandenen) Haarspitzen tätowierten Fahrer, das skurrile, menschenleere Krankenhaus und nicht zuletzt die lächerlich Horrorversatzstücke, denen die Protagonisten auf ihren Streifzügen durch das Krankenhaus begegnen, sollten auch dem langsamsten Zuschauer klar, machen, dass hier kein ernster Torture-Porn ansteht, sondern eine Horrorfilmchen ohne Sinn und Verstand. Richtig derbe wir es dann, wenn den finstere Dr. Benway einem der Mädels eine grün-gelbe Flüssigkeit aus dem Rücken saugt und diese dann trinkt. Wohlbemerkt nicht gegen ihren Willen, sie lässt die ganze Prozedur gleichgültig über sich ergehen.
Hat sich der geneigte Betrachter dann erst mal auf diese Voraussetzungen eingestellt, so bietet sich ihm ein durchaus unterhaltsamer Streifen. Die Dialoge sind so hirnrissig, dass es eine wahre Freue ist, mitdenken muss man sowieso nicht, weil alle Personen vollkommen willkürlich in irgendwelchen Bereichen des Krankenhauses erscheinen und die Hintergrundgeschichte ist in einem Satz erzählt. Dazu präsentiert der Film immer mal wieder nette, blutige Effekte und kann am Ende mit 2-3 Szenen wirklich überzeugen. Die Latexabteilung hat bei dem eingeschlagenen Gesicht und dem zerfledderten Gesellen am Ende wirklich gute Arbeit geleistet, hier lohnt es sich die Pause- bzw. Steptaste zu nutzen. Ansonsten bewegt sich die Effektarbeit und –menge im grauen Mittelfeld.

Fazit:
Wer nichts Großes von diesem Streifen erwartet bekommt auch genau das: 90 Minuten Unsinn garniert mit ein paar netten Effekten. Kann man gucken.