HELLBOUND – HELLRAISER 2

HELLBOUND – HELLRAISER 2

Originaltitel: Hellbound: Hellraiser 2
Alternativtitel: Hellraiser II, Pinhead 2
Herstellungsland:
Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Tony Randal
Drehbuch:
Clive Barker, Peter Atkins
Darsteller: Clare Higgins, Ashley Laurence, Kenneth Cranham, Imogen Boorman, Sean Chapman, William Hope, Doug Bradley, Barbie Wilde, Simon Bamford, Nicholas Vince

Laufzeit: ca. 100 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Kirsty Cotton erwacht verwirrt in einer psychiatrischen Klinik. Niemand glaubt ihr so recht ihre Geschichte von einem Würfel, der das Tor zur Hölle darstellt. Doch nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass der leitende Arzt Dr. Channard sehr wohl an dieses Tor glaub, ja sogar damit experimentiert. Er erweckt Kirstys Stiefmutter Julia zu neuem Leben und Kirsty muss sich zum zweiten Mal den Cenobiten stellen.

Meinung:
Der Nachfolger zum Klassiker „Hellraiser – Das Tor zur Hölle“ setzt direkt da an, wo der großartige Vorgänger aufhörte. Kirstys Vater ist tot, alle Cenobiten sind vertrieben, der Würfel ist wieder geschlossen, die böse Julia ist in der Hölle ebenso wie ihr Geliebter, Kirstys Onkel Frank. Somit fühlt sich der Zuschauer gleich wie zu Hause. Da wiederum Robin Vidgeon die Verantwortung für die Kamera übernommen hat, gibt es auch noch eine weitere Tatsache, aufgrund derer sich der Betrachter gleich an den ersten Teil erinnert fühlt: Die großartige Kameraarbeit. Erneut überzeugt diese nämlich mit stilsicheren, ruhigen Aufnahmen, die sich angenehm vom Gros der Horrorproduktionen abheben.
Stellt dieser Teil also nur eine Kopie des Originals dar? Mitnichten. Die Story gewinnt schnell an Fahrt und kann – auch wenn sie nicht an die Tiefe des Vorgängers heranreicht – sehr gut unterhalten. In der Mitte des Streifens kommt es dann zum Bruch und die Handlung wechselt in die Welt der Cenobiten. Hier spielt der Film seinen optischen Trumpf so richtig aus. Fantasie- und detailreich gebaute Kulissen wechseln sich mit diversen Zeichnungen und Animationen ab. Ein wahres Feuerwerk an Surrealem prasst dort auf den Zuschauer ein. Da deutlich mehr Zeit in dieser Dimension verbracht wird, tendiert der Film auch ein wenig mehr Richtung Trash und Fantasie als der erste Teil. Was ihm aber sehr gut tut, denn so nutzt er ein neues, unverbrauchtes Set.
In Sachen Gewaltdarstellungen übertrifft „Hellbound“ seinen Vorgänger deutlich. Während sich der erste Teil zwar auf gute Effekte berufen kann, die sich stimmig in das Gesamtbild einfügen, bietet dieses Vehikel eine sehr ordentliche Menge an Splatter- und Goreszenen. Diese sind von durchweg hohem Niveau und verpassen der kranken Parallelwelt so den letzten Schliff. Diese Szenen sind übrigens auch ein Grund dafür, dass bis heute keine ungeschnittene deutsche Fassung existiert. Wer also nicht auf zehn Minuten Filmvergnügen verzichten möchte, sollte der englischen Sprache mächtig sein.

Fazit:
Tolle Fortsetzung, die alles richtig macht, indem sie einen anderen Weg einschlägt. Massig Blutfluss, fantasievolle Kulissen und tolle Effekte runden das gelungene Bild ab.

Eine Antwort zu “HELLBOUND – HELLRAISER 2

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