TUCKER & DALE VS EVIL

TUCKER & DALE VS EVIL

Originaltitel: Tucker & Dale vs Evil
Alternativtitel:
Herstellungsland: Kanada
Erscheinungsjahr: 2010
Regie:
Eli Craig
Drehbuch: Morgan Jurgenson, Eli Craig
Darsteller: Katrina Bowden, Alan Tudyk, Chelan Simmons, Tyler Labine, Brandon Jay McLaren, Christie Laing, Jesse Moss, Sasha Craig, Alex Arsenault, Philip Granger, Travis Nelson

Laufzeit: ca. 85 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb

Inhalt:
Ein Haufen College-Studenten fährt irgendwo in die Wildnis um ein Wochenende mit Camping und Suff zu verbringen. In die gleiche Wildnis fahren die beiden Rednecks Tucker und Dale, um dort ihr Ferienhaus auf Vordermann zu bringen. Die beiden Gruppen geraten unbeabsichtigt aneinander und schon nach kurzer Zeit kommt es zu ungewollten Entführungen und Todesfällen.

Meinung:
Was wurde dieser Streifen im Vorhinein abgefeiert. Jeder, der ihn schon auf einem Filmfestival gesehen hatte, überschlug sich mit Lobpreisungen und Superlativen. Klar, dass so ein Film die Backwood-Gemeinde in Aufruhr versetzt. Doch was ist dran am Hype?
Eines ist schon mal klar, der Film ist lustig. Es gibt haufenweise skurrile Szenen, die von den beiden Hauptdarstellern dümmlich kommentiert werden und somit dem gemeinen Kinobesucher ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Die beiden ewig angetrunkenen Hinterwäldler sind halt die perfekten Typen für dumme Sprüche. Darüber hinaus sind die beiden aber vor allem eines: Sympathieträger. Insbesondere Dale – gespielt von dem großartigen Tyler Labine – hat nach wenigen Minuten das Herz eines jeden Zuschauers erobert und darf sich bei seinen Annäherungsversuchen in Richtung der hübschen Allison sämtlicher gedrückter Daumen sicher sein. Aber auch Alan Tudyk macht als Tucker eine sehr gute Figur und weiß vor allem durch seine stets neunmalklugen, aber nicht immer korrekten, Belehrungen zu gefallen.
Was der Streifen des Weiteren richtig drauf hat, die die Verdrehung sämtlicher typischer Backwood-Slasher-Abläufe. Sämtlicher Konventionen werden umgekehrt, bzw. so verändert, dass die beiden Rednecks die Guten sind, welche den Teens eigentlich nichts Böses wollen, aber durch deren Vorurteile gar keine Möglichkeit haben, vernünftig mit ihnen zu reden. Allen voran der durchgeknallte Chad, der seine ahnungslosen Begleiter immer wieder mit Horrorgeschichten über mordende Hinterwäldler füttert, trägt zu dieser skurrilen Situation bei. Der Kern des Films besteht somit aus verschiedenen Situationen, in denen die Jugendlichen sterben, ohne dass die beiden sympathischen Trottel eigentlich wissen wie ihnen geschieht. Und ohne zu viel verraten zu wollen sei erwähnt, dass es im Zuge eines dieser Tode die wohl großartigste „Texas Chainsaw Massacre“-Parodie in der Filmgeschichte zu sehen gibt.
Was es im Zuge dieser Tode leider kaum zu sehen gibt, sind derbe Effekte. Zwar ist immer ein wenig Blut mit im Spiel und der halbierte Bursche ist auch ganz nett anzusehen, wirkliche Splatter-Qualitäten sucht man hier allerdings vergebens. Nicht, dass der Film das zwingend nötig hätte, aber etwas mehr vom roten Saft hätte wohl auch nicht geschadet.
Somit kann man über den Streifen eigentlich nur Gutes sagen, ohne ihn über den Klee zu loben. Ist halt eine nette Komödie, die sich jeder Backwood-Fan mal ansehen sollte.

Fazit:
Lustige Backwood-Komödie, die wunderbar mit dem Genre spielt und uns zwei legendäre Figuren schenkt. Leider weitestgehend frei von Gewalttaten.

Eine Antwort zu “TUCKER & DALE VS EVIL

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