TRAIN – NÄCHSTER HALT: HÖLLE

TRAIN – NÄCHSTER HALT: HÖLLE

Originaltitel: Train
Alternativtitel: Terror Train
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Gideon Raff
Drebuch: Gideon Raff
Darsteller: Thora Birch, Gideon Emery, Kavan Reece, Derek Magyar, Gloria Votsis, Todd Jensen, Vladimir Vladimirov, Koyna Ruseva, Valentin Ganev, Ivan Barnev

Laufzeit: ca. 91 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Weil saufen und rumhuren mächtig Spaß macht, verpasst eine Gruppe US-amerikanischer Ringer/innen um das Pärchen Alex und Todd ihren Zug, welcher sie eigentlich zum nächster Turnierort bringen sollte. Immerhin hat ihr Coach eine hübsche, junge Einheimische kennengelernt, welche der Gruppe einen anderen Zug empfiehlt. Schon nach kurzer Zeit bereut die Gruppe ihre Wahl.

Meinung:
„Train“ ist einer dieser typischen Streifen, die schon lange vor Erscheinen derart gehypt werden, dass sie eigentlich nur enttäuschen können. Und – ohne alles vorwegnehmen zu wollen – genau so kommt es in diesem Falle auch. Schon nach einem kurzen Blick auf die Geschichte wird klar, dass die beiden Hostel-Teile hier mehr als nur Pate standen. Wiedermal muss das finstere Osteuropa als menschenfeindliche Umwelt für friedliche Amerikaner herhalten. Wieder einmal wird die Bevölkerung auf eine Masse von böswilligen und brutalen Monstern reduziert. Doch wo „Hostel“ noch von der relativen Originalität der Idee lebt, bricht „Train“ vollends in sich zusammen. Alles wirkt hier konstruiert und unglaubwürdig. Je mehr sich die Story entwickelt, desto unfassbar dämlicher wird sie.
Als wäre es nicht genug, dass der Inhalt schon sehr zu wünschen übrig lässt, sind die Darsteller auch noch nicht mal ansatzweise dazu in der Lage, ihren Rollen Glaubwürdigkeit zu verleihen. Wenn Todd mal eben aus Mitleid getötet wird, und seine Freundin – immerhin Hauptcharakter – einfach heulend danebensteht, jedoch keinerlei Anstalten macht einzuschreiten, dann kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus.
Warum wurde der Film also schon vor seinem Release derart hochgejubelt? Natürlich weil er äußerst brutal sein sollte. Ist er das? Jein. Zugegeben, der Film hat einige sehr harte Szenen, die über die Grenzen des Torture-Porn hinaus in die heimeligen Sphären des Splatter übergleiten, aber diese kann man erstens an einer Hand abzählen und zweitens sind sie ganz klar Geschmackssache, eben Torture-Porn. Auch die Eröffnungsszene des Streifens ist durchaus erwähnenswert, macht sie mit einer detailierten Häutung doch durchaus Lust auf mehr. Leider folgt dieses „mehr“ nicht wirklich, da sich der Film genretypischen größtenteils in Folter und Quälerei ergeht.

Fazit:
Extrem langweiliger Torture-Porn, der vieles klaut und eigentlich nichts richtig macht. Nur für absolute Genre-Fanatiker zu ertragen.