NACKT UND ZERFLEISCHT

NACKT UND ZERFLEISCHT

Originaltitel: Cannibal Holocaust
Alternativtitel: Cannibal Massaker, Jungle Holocaust, Die letzten Kannibalen
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1980
Regie: Ruggero Deodato
Drehbuch: Gianfranco Clerici
Darsteller: Robert Kerman, Francesca Ciardi, Perry Pirkanen, Luca Barbareschi, Salvatore Basile, Richardo Fuentes, Carl Gabriel Yorke

Laufzeit: ca. 92 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Der Anthropologe Harold Monroe begibt sich in Richtung Amazonas, um nach einem vierköpfigen Fernsehteam zu suchen, das seit einiger Zeit verschollen ist. Im Zuge seiner Nachforschungen muss er feststellen, dass die Vier einer Horde von Kannibalen zum Opfer gefallen sind. Nur ihr Filmmaterial kann er noch bergen. Als dieses in New York ausgewertet wird zeigt sich, dass das Fernsehteam keineswegs dokumentarische Absichten hatte.

Meinung:
„Cannibal Holocaust“ gilt als der Höhepunkt der Kannibalenfilme und diese Ansicht kann man im Vergleich mit anderen Filmen des Genres auch vertreten. Der Streifen ist im Gegensatz zu seinen Kollegen relativ vernünftig ausgearbeitet und in eine einigermaßen nachvollziehbare Story eingebettet. Zumindest ist diese deutlich schlüssiger als das ewige „Forscherteam-wird-per-Zufall-attackiert“-Schema.
Aber ein guter Rahmen allein lässt einen Kannibalenfilm nicht zur Legende werden. Natürlich darf überbordende, abstoßende Gewalt nicht fehlen. Und darauf versteht sich dieser Film. Sowohl die unblutige Gewalt in Form von Vergewaltigungen und anderen Quälereien, als auch die sehr blutigen und realistischen Splatter- und Goreeffekte sind nur was für gestandene Gorehounds. Der hohe Realitätsgrad brachte Regisseur Ruggero Deodato seinerzeit sogar eine Anklage ein, in der ihm vorgeworfen wurde, echte Leichen verwendet zu haben.
Die Anklage ist leider nicht ganz aus der Luft gegriffen, da man auch in diesem Film – die in diesem Genre leider üblichen – Aufnahmen von Tiertötungen findet. Mehrere grauenhafte Tiersnuff-Szenen finden im Film Verwendung und es sei jedem der diesen Film sieht empfohlen, diese weiträumig zu überspringen.
Interessant ist auch, dass die zweite Hälfte des Films in ihrem dokumentarischen Stil stark an diverse Mondo-Filme erinnert. Auch diese „Film-im-Film“-Situation trägt dazu bei, dass der Film sich ein wenig interessanter darstellt als die üblichen Genrevertreter.

Fazit:
„Cannibal Holocaust“ ist nur was für ganz Hartgesottene. Sehr realistisch und sehr brutal.

7 Antworten zu “NACKT UND ZERFLEISCHT

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