BLOOD FEAST

BLOOD FEAST
(USA 1963)

Fuad Ramses betreibt einen ägyptischen Catering-Dienst. Eines Tages bucht Mrs. Fremont ihn für die Feier ihrer Tochter. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Ramses ermordet junge Frauen und nutzt deren Körperteile zur Zubereitung seiner Gerichte. Diese dienen dann dazu der Göttin Ischtar zu huldigen.

„Blood Feast“ ist der erste Gore-/Splatterfilm der Filmgeschichte. Herschell Gordon Lewis produzierte ihn  1963, weil er auf der Suche nach einer Filmart war mit der man, ohne viel zu investieren, viel Geld verdienen kann. Und was verkauft sich neben – dem damals schon in Filmen genutzten – Sex am besten? Natürlich Gewalt. Und die bietet Lewis dem Zuschauer in den gut 60 Minuten dieses Films zu Hauf. Zwar sind die Goreeffekte aus heutiger Sicht schrecklich billig, und vom Tathergang ist nie etwas zu sehen, aber dafür werden die blutigen Tatsachen lange und zahlreich präsentiert und müssen das damalige Publikum, das dergleichen nicht kannte, durchaus geschockt haben.
Der Rest des Films genießt vor allem unter Trashfanatikern Kultstatus. Die unglaublich schlechten, teilweise abgelesenen Dialoge, die haarsträubende Geschichte sowie die ständig wackelnde Kamera lassen das Herz jedes dem Dilettantismus Zugeneigten höher schlagen. Insbesondere die per Schatten über die Linse gelegt Uhr, die beim Braten eines Beins die verstrichene Backzeit symbolisiert ist wohl in die Geschichte eingegangen. Auch die akustische Untermalung mittels Heimorgel darf nicht unerwähnt bleiben.

„Blood Feast“ ist der erste Film mit expliziter Gewaltdarstellung und darüber hinaus eine Fundgrube für Trashfans. Daher sei der Film jedem empfohlen der sich für eines dieser Genres interessiert.

Links zum Film: IMDb, OFDb

2 Antworten zu “BLOOD FEAST

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