SMASH CUT

SMASH CUT
(Kanada 2009)

Der Regisseur Able Whitman hat mit seinen billig produzierten Horrorfilmen keinen Erfolg und ist regelmäßig das Ziel des Spottes der Kritiker. Als seine Freundin bei einem Autounfall zu Tode kommt, kommt Whitman plötzlich auf die Idee ihre Leiche als Requisite in seinen neuen Film zu benutzten. Da das gut funktioniert, braucht er bald mehr Körperteile.

„Smash Cut“ ist dem Godfather of Gore, Herschell Gordon Lewis gewidmet. So beginnt der Film auch mit einem kurzen Auftritt von Lewis und einem Zitat vom ihm. Dieses lautet sinngemäß: „Für mich ist das Filmemachen ein Geschäft und ich bedauere jeden der es als Kunst versteht“. Aber genau das tut dieser Film, er spielt mit der Kunstform Film. Abgedreht Charaktere, bunte Settings und irrwitzige Dialoge, alles zusammengehalten durch eine absurde Geschichte. Psychedelische Trompentenklänge begleiten das Werk, welche aber zu keiner Zeit nervig wirken, sondern den optischen Teil sehr gut begleitet.
Moralische Grenzen sind nicht vorhanden, würden den Film aber auch nur ausbremsen. Ebendies gilt für jegliche Erklärungen. Whitman mordet einfach, da es die beste Möglichkeit darstellt seine filmische Vision umzusetzen. Richtig lustig wird es, wenn sich Whitman von seinem Drehbuchautor Tipps zum Vertuschen der Morde holt, indem er seine Taten in einem fiktionalen Rahmen schildert oder wenn der Detektiv Beaumonde auftritt, der jede Szene mit seinem urkomischen Auftreten beherrscht.
Darüber hinaus versorgt der Streifen den Zuschauer noch mit ansehnlichen Splattereffekten, die regelmäßig vorkommen und Whitmans Handeln noch absurder wirken lassen.

Absurd und voller schwarzem Humor präsentiert sich diese Splatter-Komödie. Und neben guten Darstellern und tollen Bildern, werden dem Zuschauer auch noch ordentliche Splattereinlagen geboten.

Links zum Film: IMDb, OFDb, Schnittbericht