RETURN OF THE LIVING DEAD 3

Return of ther Living Dead 3
Return of the Living Dead III | USA | 1993
IMDb, OFDb, Schnittberichte

Curt (J. Trevor Edmond) hat mit seiner Freundin Julie (Melinda Clarke) einen Motorradunfall, bei dem sie zu Tode kommt. Wie der Zufall es will, arbeitet Curts Vater (Kent McCord) an einem geheimen Militärprojekt, bei dem Tote mit Hilfe von einem Gas wieder zum Leben erweckt werden. Allerdings hat eine  solche Wiedererweckung auch Nebenwirkungen.

Fünf Jahre hat es gedauert, bis sich mal wieder jemand an dieses Franchise wagte. 1985 hatte Dan O’Bannon mit VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN einen Meilenstein der Horror-Komödien abgeliefert, dessen Fortsetzung TOLL TREIBEN ES DIE WILDEN ZOMBIES dann 1988 von Ken Widerhorn zu einem heillosen Klamauk-Streifen verwurstet wurde. Da ist es dann schon erstaunlich, dass im Jahr 1993 keiner geringerer als Brian Yuzna auf dem Regiestuhl dessen dritten Teils Platz genommen hat. Dieser hatte sich zuvor als Produzent von RE-ANIMATOR und FROM BEYOND – ALIENS DES GRAUENS einen Namen gemacht.
Und Yuzna macht mit der Serie das einzig richtige, er schmeißt den Klamauk des zweiten Teils wieder über Bord und konzentriert sich auf eine kurzweilige Geschichte und viel Splatter. Dabei kommt dann auch eine äußerst dünne Story heraus, die so vorhersehbar wie nur wenig andere Filme ist. Das schadet dabei allerdings nicht, da das Grundprinzip ein gutes ist, und das Beziehungsdrama zwischen Tod, Blut und Leben gut zu unterhalten weiß.
Viel besser unterhalten aber die unzähligen, großartigen Effekte. Diese stammen aus der Hand von Steve Johnson, der seine Finger bei unzähligen Horror-Produktionen im Spiel hatte, und ohne zu übertreiben als Meister seines Faches bezeichnet werden darf. So gibt es dann Unmengen an einfallsreichen Figuren zu bestaunen, die allesamt ausführlich gezeigt werden, so dass auch kein Detail verloren geht. Auch wenn viele Effekte einen comic-haften Stil aufweisen, so fallen doch einige aus dem Rahmen und zählen zur Kategorie „richtig unangenehm“. Auf jeden Fall sorgt das selbstverständlich für eine Indizierung, was angesichts der Härte und Zahl der Effekte wirklich nicht verwundert. Das ist wirklich mal ein Film für die vielzitierten Gorehounds.
Übrigens wurde James Karen, der bereits in den ersten beiden Teilen mitspielte, wiederum eine Rolle angeboten, dieser lehnte jedoch ab. Für ihn persönlich vielleicht nicht falsch, da RETURN OF THE LIVING DEAD 3 (im Übrigen der erste Teil, der hierzulande keinen merkwürdigen deutschen Titel erhalten hat) an den Kinokassen floppte, aber er hat sich damit auf jeden Fall um die Teilnahme an einem erstklassigen Splatter-Streifen gebracht.

Das Teil holt die Filmreihe wieder aus dem Loch, in das sie der zweite Teil gestoßen hatte, da eine kurzweilige Story mit einer Menge Splatter bekanntermaßen einfach gut funktioniert.

Eine Antwort zu “RETURN OF THE LIVING DEAD 3

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