BLACK SHEEP

Black Sheep
Black Sheep | Neuseeland | 2007
IMDb, OFDb, Schnittberichte

Henry (Nathan Meister) hat eine starke Schaf-Phobie, und will diese durch einen Besuch auf der alten Familienfarm bekämpfen, wo sein Bruder Angus (Peter Feeney) gerade genetische Veränderungen an Schafen vornimmt. Als zwei Tierschützer in die Sache eingreifen, gerät das Experiment außer Kontrolle.

1987 begründete Peter Jackson mit seinem Erstling BAD TASTE den neuseeländischen Ruf, eine humorvolle Filmnation zu sein, die mit bltuigen Effekten nicht geizt. Dieser Ruf wurde dann fünf Jahre später mit BRAINDEAD in Stein gemeißelt. Obwohl Neuseeland auch in den Jahren danach mit Filmen wie THE FRIGHTENERS (1996) zeigte, dass man weiterhin einfallsreiche Filme produzieren kann, wurde es in Sachen expliziter Schauwerte doch etwas ruhiger. Bis schließlich im Jahre 2007 ein Filmneuling namens Jonathan King daran ging, die alterwürdige Tradition fortzuführen. Und um nicht nur ideell neuseeländisch zu sein, sondern auch ganz sachlich, wurden gleich noch Schafe zum Mittelpunkt der Geschichte gemacht.
Und das ebnet dann auch gleich den Weg für einen zentralen Charakterzug des Films: Es handelt sich um eine Komödie. Wie schon das Vorbild Jackson nimmt King dass Genre gekonnt aufs Korn und füttert den Zuschauer dazu noch mit haufenweise Verweisen. Das das bei einem Haufen blutgieriger Schafe in den Rollen der Bösewichter für Lacher beim Zuschauer sorgt, ist nicht schwer zu erraten. Wenn einer der Wollträger seinen Kopf dann in bester SHINING-Manier durch eine Türe stößt, bleibt kein Auge trocken. Aber auch die gekonnten Slapstrick-Momente wissen zu gefallen und sorgen mit haufenweise lustigen Dialogen für kurzweilige Unterhaltung. Die Dialoge werden dabei von einem ordentlichen, wenn auch zu keinem Zeitpunkt herausragenden Cast präsentiert. Lediglich die teils etwas flachen Gags um die beiden Tierrechtler trüben den ansonsten soliden Eindruck.

Henry: Du bist gebissen worden!
Angus: Das ist nichts weiter, von irgendnem Hippie …
Henry: Jetzt wirst du einer von denen!
Angus: Ein Hippie?!

Deutlich mehr als solide, nämlich richtig klasse sind dann die Effekte im Film. Wer in Neuseeland produziert und irgendeine Art vonm Spezialeffekten braucht wendet sich natürlich vertrauensvoll an die Jungs und Mädels von Weta Workshop. Die wirkten schon bei den oben genannten Klassikern mit, zeichnen aber auch für die Effekten der DER HERR DER RINGE-Filme, von AVATAR oder Peter Jacksons KING KONG verantwortlich. Dementsprechend hoch ist dann auch die Qualität des Dargebotenen, so dass sowohl das Auftreten der Schafe als auch die Verwandlung der Protagonisten in eben jene stets zu überzeugen weiß. Dass dann noch ordentlich Kunstblut zum Einsatz kommt, runde das Ganze ab und schafft einen gelungenen Gesamtstil.
Wer sich also ohne große Ansprüche unterhalten lassen will, und dabei manch platten Gag verschmerzen kann, dem bietet sich hier eine Streifen voller Lacher und toller Effekte. Nicht mehr, aber auch ganz sicher nicht weniger.

Vom flotten Beginn bis hin zum blutigen Finale mit Propeller-Kill und Flatulenz-Explosion bleibt der Film humorvoll-brutal, und steht somit in guter neuseeländischer Splatter-Tradition.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s