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NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME

30. Januar 2012

NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME

Originaltitel: A Nightmare on Elm Street
Alternativtitel: Freddy 1
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1984
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven
Darsteller: John Saxon, Ronee Blakley, Heather Langenkamp, Amanda Wyss, Jsu Garcia, Johnny Depp, Charles Fleischer, Joseph Whipp, Robert Englund, Lin Shaye, Joe Unger

Laufzeit: ca. 88 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Nancys (Heather Langenkamp) Freundin Tina (Amanda Wyss) kommt in den Armen ihres Freundes Rod (Jsu Garcia) zu Tode. Alle verdächtigen den Draufgänger, doch Nancy ahnt, dass etwas anderes dahinter steckt. Seit einiger Zeit leidet sie, wie auch vieler ihrer Freunde, unter Albträumen in denen ein gewisser Freddy Krueger (Robert Englund) sein Unwesen treibt. Langsam kommt Nancy dahinter, dass die Angriffe von Krueger in den Träumen auch sehr reale Auswirkungen in der Wirklichkeit haben.

Meinung:
1978 hat John Carpenter mit HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS einen Meilenstein und mit Michael Myers eine Ikone des Horror-Genres geschaffen. 1980 folgt Sean S. Cunningham dann mit FREITAG, DER 13. und dem dazugehörigen Jason Voorhees. Den Abschluss im Dreigestirn der Horror-Stars bildet dann Freddy Krueger, der 1984 in Wes Cravens NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME das Licht der Filmwelt erblickte.
Immer Gegensatz zu seinen beiden Kollegen ist Freddy allerdings kein in der wirklichen Welt verorteter Serienkiller, sondern eine Traumfigur, die ihre Opfer im Schlaf heimsucht. Craven lässt sich mit diesem Kniff deutlich mehr Spielraum für skurrile Effekte und Verwirrspielchen. Auch wenn das aus dem Film noch lange keinen Mindfuck macht, so erweitert es den Slasher-Film doch um einige interessante Aspekte. Die an sich durchschnittliche Geschichte wird so merklich aufgelockert und langweilt zu keiner Zeit. Der Cast macht seine Aufgabe zwar ordentlich, herausstechen kann (außer natürlich Robert Englund) aber leider keiner. Heather Langenkamp ist nie von der Rolle der Nancy weggekommen (sie spielt ebenfalls in NIGHTMARE 3 – FREDDY KRUEGER LEBT und FREDDY’S NEW NIGHTMARE mit) und Johnny Depp konnte in seinem Spielfilm-Debut auch noch nicht viel von seiner späteren Klasse erkennen lassen.

Aber ein Slasher steht und fällt nun mal auch mit seinem Killer und der ist völlig zu Recht absoluter Kult. Freddy ist böse, aber gleichzeitig albern und verdreht. Er grinst, er zieht sich die Haut vom Gesicht und rennt mit meterlangen Armen rum. Da seine Heimat die Träume sind, ist das alles möglich und macht Krueger so zum phantasievollsten der drei großen Slasher-Ikonen. In den späteren Teilen der Reihe sollte das dann auch noch deutlicher zu Tage treten.
In Sachen Effekte hält sich der Film zwar für heutige Verhältnisse zurück, ist HALLOWEEN und FREITAG, DER 13. aber doch ein paar Längen voraus. Schnitte und Wunden fallen insgesamt ein wenig blutiger aus. Trotzdem bleibt alles in einem sehr überschaubaren Rahmen.
Alles in allem hat Wes Craven (der sich zuvor mit dem Terror-Klassiker HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN und der Trash-Granate DAS DING AUS DEM SUMPF bereits einen Namen gemacht hatte) mit NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME einen Slasher-Klassiker geschaffen, der sich angenehm vom Gros der Killer-Filmchen abhebt, und genau deshalb seinen exponierten Platz in der Geschichte des Horro-Films verdient hat.

Fazit:
Gute Idee + tolle Umsetzung + legendärer Killer = Slasher-Klassiker!

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