CABIN FEVER
Originaltitel: Cabin Fever
Alternativtitel: -
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2002
Regie: Eli Roth
Drehbuch: Eli Roth
Darsteller: Rider Strong, Jordan Ladd, James DeBello, Cerina Vincent, Joey Kern, Arie Verveen, Giuseppe Andrews, Robert Harris, Hal Courtney, Matthew Helms, Richard Boone
Laufzeit: ca. 95 Min.
Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht
Inhalt:
Paul und Karen wollen mit drei weiteren Jugendlichen eine Woche in einer Waldhütte verbringen. Schon nach kurzer Zeit treffen sie auf einen Mann, der augenscheinlich an einer schlimmen Krankheit leidet und um ihre Hilfe bittet. Es kommt zu einem Handgemenge, infolge dessen der Mann verbrennt, doch zuvor hat er seine Erkrankung auf Karen übertragen.
Meinung:
Eli Roth ist vor allem für seinen Torture-Porn „Hostel“ von 2005 bekannt. Das Ding hat an den Kinokassen für ordentliches Klingeln gesorgt, und zählt neben dem Genre-Grundstein „Saw“ zu den absoluten Größen der filmischen Quälereien. Drei Jahre zuvor präsentierte Roth sein Regie-Debut (bei welchem er darüber hinaus auch für Drehbuch und Produktion verantwortlich zeichnet), dass zwar auch in die Sparte Horror gehört, statt Folter aber auf Humor setzt. Gelungen ist jedoch auch das nur mittelmäßig.
Der Film versucht sich als Backwood-Parodie, die mit den Genrekonventionen spielen möchte. Das gelingt auch teilweise, zum Beispiel, wenn der genretypische Dorfbulle plötzlich trotz klarer Sachlage niemanden verdächtigt, scheitert aber letztendlich an zu wenig Konsequenz. Roth traut sich nicht, voll auf die Karte Humor zu setzen, und so taumelt der Film zwischen Ernst und Alberei hin und her. Das tut ihm nicht gut, da der Zuschauer sich somit nicht auf den Film einstellen kann. So wirken dann die abrupten Wechsel eher ärgerlich. Um das klarzustellen, der Film hat einige wirklich gute und lustige Einfälle und kann auf Grund dessen auch unterhalten, mehr aber auch nicht. Mit genau dieser Beschreibung wären dann auch schon Cast und Drehbuch abgehandelt: Ordentlich, aber nicht tolles. Gewalt kommt eher wenig vor, dafür sind aber die Masken und infektiösen Hautpartien gut gelungen.
Seit Jahren hält sich übrigens hartnäckig das Gerücht, dass der Film bei seiner Kinopremiere in Toronto im Jahr 2002 in einer längeren Fassung gezeigt wurde, die unter anderem auch brutaler gewesen sein soll. Nachdem Roth mit „Hostel“ und als Bärenjude in Tarantinos „Inglourious Basterds“ zu Ruhm gekommen war, wurde 2009 ein Director’s Cut veröffentlicht, der angeblich dieser Fassung entsprechen soll. Ob das der Fall ist oder nicht, ist allerdings unklar.
Fazit:
Backwood-Parodie, der es schlicht und einfach an Konsequenz fehlt. Nicht richtig lustig, nicht richtig böse.




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