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PREMUTOS – DER GEFALLENE ENGEL

6. Dezember 2011

PREMUTOS – DER GEFALLENE ENGEL

Originaltitel: Premutos – Der gefallene Engel
Alternativtitel: Premutos: The Fallen Angel
Herstellungsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Olaf Ittenbach
Drehbuch: Olaf Ittenbach
Darsteller: Andre Stryi, Christopher Stacey, Ella Wellmann, Olaf Ittenbach, Fidelis Atuma, Anke Fabre, Ronald Fuhrmann, Susanne Grüter, Heike Münstermann, Heiko Bender

Laufzeit: ca. 107 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb

Inhalt:
Mathias‘ Vater findet im Garten eine vergrabene Kiste, in der sich neben ein paar alchemistischen Präparaten auch ein altes Buch befindet. Als Mathias ein wenig darin schmökert, eröffnet er damit dem gefallenen Engel Premutos die Möglichkeit in seinen Körper und somit in die wirkliche Welt einzudringen.

Meinung:
Nachdem Ittenbachs „Black Past“ 1989 per Zufall in die Hände des Fachmagazins „Splatting Image“ gelangte, begann für den begeisterten Hobby-Filmer der Weg zum Ruhm. Ruhm? Naja, zumindest in (deutschen) Splatter-Kreisen. „The Burning Moon“ war 1992 abgedreht und anschließend begann die vierjährige Produktion von „Premutos – Der gefallene Engel“. Das Budget von ca. 200.000 DM – welches natürlich zum allergrößten Teil in die Effekte floss – zwang die Crew zu dieser langen Produktionszeit. So musste man für die Szenen im Schnee halt warten bis welcher fiel, eine Reise in eisigere Gefilde war einfach nicht drin.
Dabei macht sich Ittenbach das (Produktions-)Leben selber schwer, indem er derart viele verschiedene Settings wählt. Was in der Beschreibung oben relativ überschaubar klingt, erhält im Film jede Menge Rückblenden in verschiedene Zeitalter, in denen Premutos bereits aufgetaucht ist. Das fordert einerseits massig an Requisiten (für einen Amateurfilm) und macht den Film auf der anderen Seite ein wenig langatmig. Weniger Rückblenden hätten ausgereicht um den Inhalt zu vermitteln und der Streifen hätte etwas straffer gewirkt. So muss sich der Betrachter durch so manch öde Sequenz quälen. Öde vor allem deswegen, weil der Cast – bestehend aus Laien und Freunden Ittenbachs – standesgemäß unbegabt ist und nur durch Overacting und Synchronisation zu gefallen weiß. Das sorgt zwar für ein paar legendäre Szenen, aber ist irgendwann auch genug des Guten.

Aber nicht nur die Schauspieler, auch der Gesamtton des Films ist sehr unernst und grenzt an eine Parodie. Hier findet sich dann auch der oft gezogene Vergleich zu Peter Jacksons „Braindead“. Natürlich in einer gänzlich anderen Liga, aber es erscheint nicht ganz abwegig, dass sich Ittenbach bei Produktionsbeginn von dem 1992 erschienen Klassiker hat inspirieren lassen.
Das gilt natürlich auch für die Splatter-Effekte im Film. Ittenbach bietet in diesem Film eine unfassbare Menge an Effekten auf, die in der Bandbreite wie gewohnt von billig bis meisterlich reichen, deren Quantität gerade zum Ende hin aber vieles bisher Gesehene übersteigt. So war „Premutos“ dann auch der Film, mit dem sich Ittenbach – neben vielen weiteren Arbeiten als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent – als Effektspezialist empfahl und fortan in vielen, teilweise namenhaften, Produktionen die Effekte ausarbeitete.

Fazit:
Klassiker des deutschen Splatters, und das zu Recht!

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