DOOM – DER FILM
Originaltitel: Doom
Alternativtitel: -
Herstellungsland: Deutschland/Großbritannien/Tschechische Republik/USA
Erscheinugsjahr: 2005
Regie: Andrej Bartkowiak
Drehbuch: Dave Callaham, Weslay Strick
Darsteller: Karl Urban, Dwayne Johnson, Rosamund Pike, Deobia Oparei, Ben Daniels, Razaag Adoti, Richard Brake, Dexter Fletcher
Laufzeit: ca. 113 Min.
Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht
Inhalt:
In einer Forschungsstation auf dem Mars ist aus ungeklärter Ursache einiges schiefgelaufen und diverse Wissenschaftler sind zu Tode gekommen. Also muss die RRTS-Sondereinheit unter dem Kommando von Sarge mittels Teleportation aufbrechen, um da oben alles wieder ins Lot zu bringen.
Meinung:
„Doom“, Pionier der 3D-Ballerei, der virtuellen Brutalität und ewiger Antrieb der empörten Moralwächter in diesem Land. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieser Stoff endlich den Weg auf die Leinwand findet. Action-Fachmann Andrej Bartkowiak hat sich dessen dann 2005, zwölf Jahre nach Veröffentlichung des Spiels, endlich angenommen. Und ebenso wie schon viele andere Computerspiel-Adaptionen, wäre auch dieses Machwerk besser niemals gedreht worden.
Das Dwayne „The Rock“ Johnson nun kein Charakter-Mime ist, ist bekannt, und das auch der Rest des Casts in einem solchen Film eher dümmlich ist, kann man auch erwarten. Was einem dann aber im Endprodukt vor den Latz geknallt wird, ist des Guten einfach zu viel. So eine Klischee-Truppe an Testosteron-Dümmlingen hat man wohl seit den 80’ern nicht mehr gesehen. Karl Urban als gefühlsmäßig involvierter John Grimm ist ein kleiner Lichtblick, kann das Ding aber auch nicht retten.
Aber sei es drum, dann ist der Film eben ein brutaler Actioner … aber falsch gedacht. Zum größten Teil schleichen die Jungs durch dunkle Gänge, trennen sich minütlich voneinander und lassen die Frage offen, was eine solche Spezialeinheit eigentlich in der Ausbildung macht. Unterbrochen wird die Langeweile von ein paar unspektakulären Ballereien. Was Bartkowiak mit den ca. 60 Millionen US$ Budget angestellt hat, bleibt wohl auf ewig sein Geheimnis, die sieht man dem Film nämlich zu keiner Zeit an. Immerhin gibt es ein paar recht brutale Szenen, die allerdings immer im höflichen Hollywood-Rahmen bleiben.
Höhepunkt des Streifens ist dann eine ca. fünf-minütige Ego-Shooter-Sequenz, welche auf die Vorlage anspielt. Diese gute Idee muss man durchaus anerkennen, auch wenn die Umsetzung eher durchschnittlich ist. Doch bleibt diese Sequenz das einzig sehenswerte an diesem Streifen, dessen Ende dann so peinlich-klischeehaft daherkommt, dass man selber durch einem Teleporter springen möchte, um dem Elend endlich zu entkommen.
Fazit:
Leute, lasst endlich den Quatsch mit den Computerspiel-Adaptionen, das bringt doch nichts. „Doom“ ist nur ein weiterer Beweis …




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