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EVIL 2

19. Oktober 2011

EVIL 2

Originaltitel: To Kako – Stin epohi ton iroon
Alternativtitel: -
Herstellungsland: Griechenland
Erscheinugsjahr: 2009
Regie: Yorgos Noussias
Drehbuch: Yorgos Noussias
Darsteller: Dinos Avgoustidis, Orfeas Avgoustidis, Hristos Biros, Anthony Burk, Yorgos Chraniotis, Skotis Drosos, Meletis Georgiadis, Argiris Thanasoulas

Laufzeit: ca. 88 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Eine Gruppe von Überlebenden hetzt durch Athen … was haben sie überlebt? Eine Zombie-Epidemie, zumindest vorerst. Die vier treffen auf eine Gruppe anderer Überlebender, die sich in einer Wohnung verschanzen und von dort aus zu sondieren versuchen, was überhaupt los ist. Irgendwann erhalten die Überlebenden die Meldung, dass nur Griechenland von den Zombies befallen ist, und internationale Hilfe in Form von Evakuierungen naht.

Meinung:
Drehbuch und Regie von „Evil 2“ stammen wie beim vier Jahre alten Vorgänger von Yorgos Noussias. Und der setzt genau da an, wo er im ersten Teil aufgehört hat. Hier reibt sich der Zuschauer dann allerdings erst einmal verwundert die Augen, weil die Charaktere einige merkwürdige Wandlungen vollzogen haben. Obwohl es die vier gleichen Personen sind, sehen alle gänzlich anders aus. Scheinbar waren die Schauspieler nicht einmal bereit, sich wieder die alten Frisuren zuzulegen, so dass einem kaum klar wird, dass es dieselben Personen sind. Oder es hat schlicht keinen interessiert. Wie auch immer …
Neben dieser nahtlosen Fortführung der Geschichte (inklusive schicker Vorstellung der bekannten Charaktere) fügt Noussias noch eine 3000 Jahre zurückliegende Geschichte ein, die im „alten Griechenland“ spielt und dem Ganzen einen größeren Rahmen verpassen soll. Das funktioniert nur bedingt, da die eingefügten Szenen zum einen mit ihren tausend Bildfiltern nerven und zum anderen sowieso belanglos sind, da die ganze Geschichte ein unzusammenhängendes Tohuwabohu darstellt. Dem Zuschauer wird kaum klar, wer nun was wieso macht, vieles erscheint zu selbstzweckhaft und unlogisch. Zum Ende hin ergeht sich der Streifen dann in halb-mystischem Quatsch inklusive Lichtsäulen und magischen Fähigkeiten. Die wenigen ernsthaften Storyansätze verlieren sich in dieser Menge an Unsinn dann leider.
Auch die Optik des Films ist sehr heterogen und mischt verschiedene Ansätze. Schmutzig düsterne Optik wechselt sich mit comicartigen Passagen ab, alles schwankt zwischen Action, Komödie, Trash und Horror. Wieder mal steht „28 Days Later“ Pate für weite Teile von Optik und Stil des Film. Und dieses Mal bringt Noussias (auch aufgrund des nun fünf Mal größeren Budgets) das auch vernünftig rüber. So gibt es teils tolle Einstellungen des verlassenen Athens und die Produktion legt den Amateur-Charme des Vorgängers ab.
Auch die Effekte kommen nun deutlich hochwertige daher, büßen dafür jedoch ein wenig ihres charmant-kruden Charmes ein. Trotzdem wird dem blutbewussten Filmfan hier eine ordentliche Palette an filmischer Gewalt geboten. Nicht ausufernd, aber reichlich.
Wie man an dieser Kritik schon merkt, ist der Film ein wilder Husarenritt durchs Genre. Er ist albern und ernst, traurig und dumm, billig und hochwertig, blöd und lustig. Wer eine klare Linie in seinen Filmen mag, sollte dieses Dingen weit umgehen, aber wer sich auf eine (nicht immer gelungene) Achterbahnfahrt einlassen will, darf ruhig einen Blick riskieren.

Fazit:
Fortsetzung, die tausend Facetten bietet. Davon sind nicht alle gut, aber auch nicht alle schlecht. Es bleibt ein wirrscher, aber unterhaltsamer Zombiestreifen.

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