AMERICAN WEREWOLF
Originaltitel: An American Werewolf in London
Alterinativtitel: Die Todesbestie
Herstellunsland: Großbritannien/USA
Erscheinungsjahr: 1981
Regie: John Landis
Drehbuch: John Landis
Darsteller: David Naughton, Jenny Aqutter, Griffin Dunne, John Woodvine, Lila Kaye, Joe Belcher, David Schofield, Brian Glover, Rik Mayall, Sean Baker, Paddy Ryan
Laufzeit: ca. 92 Min.
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IMDb, OFDb, Schnittbericht
Inhalt:
David und Jack sind Rucksackreisende aus den USA, die Europa erkunden möchten. Irgendwo im englischen Hinterland, in einem Dorf namens East Procter, stoßen die beiden zunächst auf sehr unfreundliche Bewohner und danach auf irgendeine Bestie, die Jack tötet und David schwer verwundet. Als David später in London wieder erwacht, erzählt man ihm, ein Verrückter hätte ihn attackiert und fortan suchen ihn komische Träume und Vision heim.
Meinung:
Das Thema Werwolf ist in Filmen weiß Gott nichts Neues. Schon in den 1920’er Jahren fanden die zotteligen Mythenwesen den Weg auf die Leinwände und waren fortan auch nicht mehr von dort zu verdrängen. Mittlerweile gibt es hunderte Produktion, und aktuelle Veröffentlichungen belegen, dass sich das Genre ungebrochener Beliebtheit erfreut. Was macht „American Werewolf“ also so besonders, ist der Film doch zweifelsohne einer der Höhepunkte der Werwolf-Filme.
Zentraler Punkt des Films ist der Drehort London. Nach dem zu Beginn ländlichen Szenario wechselt der Film schnell in die englische Hauptstadt und bleibt dort. Im Gegensatz zu den Wald-und-Wiesen-Filmen, die sonst in diesem Genre vorherrschen wird der Film so deutlich greifbarer. Plötzlich ist der Wolf kein mythisches Wesen mehr, das irgendwelche Bauern terrorisiert, sondern ist vor unseren Türen in unseren Städten.
Des Weiteren spielt der Film sehr elegant mit dem alten Mythos und lässt auch Hauptfigur David mit Unglauben auf das Geschehen reagieren. Mit der Wiederkehr seines toten Freundes und den skurrilen Szenen von Werwölfen mit Maschinenpistolen und Stahlhelmen bringt der Film typische Horrorelemente des 80’er Horrors ein, der sich eigentlich von den klassischen Horrorfiguren – wie eben Werwölfen – gelöst hatte. So entsteht eine herrliche Vermischung von klassischen Motiven und modernen Schocker-Elementen.
Und auch sonst ist der Film abwechslungsreich. David bleibt trotz der Visionen ein charmanter Draufgänger und kommt so der kessen Krankschwester Alex näher. Die großartige musikalische Untermalung und die flotten Sprüche von David lassen einen im Mittelteil fast vergessen, dass David bereits gebissen ist und an der Schwelle zur Verwandlung steht. Als diese dann Eintritt, verschlägt es einem auch heute noch die Sprache. Zu „Bad Moon Rising“ wird aus David in einer minutenlangen Sequenz ein Werwolf, ganz ohne CGI und Computer. Special-Effect-Fachmann Rick Baker erhielt hierfür vollkommen zu Recht einen Oscar (übrigens nur einer von fünfen, die der famose Baker einsackte). Die übrigens Masken im Film wirken zwar manchmal etwas angestaubt, was aber gar nichts macht, da sie vollkommen stimmig und passend zur Optik des Film beitragen.
Der Streifen bleibt seinem Abwechslungsreichtum auch bis zum Ende treu, und kippt 20 Minuten vor Ende dann fast in Richtung trashigem Actioner. Ab der Szene im Pornokino und dem darauffolgenden Finale am (Originalschauplatz) Piccadilly Circus wird der vorher durchaus ruhige Film dann sehr schnell und actionreich, was durchaus gewöhnungsbedürftig ist. 30 Minuten mehr, in denen die Davids Gefühle und die Entscheidung für den Suizid etwas mehr ausgearbeitet würden, hätten hier nicht geschadet. So kommt das Ende doch etwas abrupt. Andererseits ist das in Anbetracht des Abwechslungsreichtums nur konsequent und sorgt dafür, dass der Film nicht eine Sekunde lang durchatmet, sondern auf durchweg sehr hohem (erzählerischem) Tempo bleibt.
Abgerundet wir der Streifen durch seinen immer wieder durchscheinenden (schwarzen) Humor, der die bereits erwähnte Diversität nur noch einmal bestätigt.
Fazit:
Großartiger Werwolf-Horror, der tolle Musik, erstklassige Effekte, Humor, Action und Klasse miteinander zu einem großartigen Film verbindet.




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