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NEIGHBOR

2. März 2011

NEIGHBOR

Originaltitel: Neighbor
Alternativtitel: The Stranger
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Robert A. Masciantonio
Drebuch: Robert A. Masciantonio
Darsteller: America Olivo, Christian Campbell, Mink Stole, Lauren Rooney, Pete Postiglione, Joe Aniska, Sarah McCarron, Amy Ruthledge, Robert A. Masciantonio, Giovanna Galdi

Laufzeit: ca. 91 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Ein namenloses Mädel tanzt durchs Haus und ist scheinbar guter Dinge. Doch nach kurzer Zeit wird klar, dass sie eine psychopathische Killerin ist, die wahllos Leute in ihren Häusern quält und umbringt. Ihr neustes Opfer ist Don, der in seinem Keller, im Proberaum seiner Band, mit seinen Kollegen eine Party für das Wochenende vorbereitet.

Meinung:
Heiliger Bimbam, was für ein Mist! „Neighbor“ ist mit Sicherheit das schlechteste Stück Torture-Porn, das seit langer Zeit das Licht der Filmwelt erblickt hat. Und das will in einem Genre, welches nun wirklich nicht mit vielen guten Filmen gesegnet ist schon etwas heißen. Aber der Reihe nach:
Das erste was einem ins Gesicht schlägt, ist die desaströse Unfähigkeit der Hauptdarstellerin America Olivo ihrer Rolle auch nur im Ansatz Glaubwürdigkeit zu verleihen. Ihr dämliches Kichern und die lächerlichen Monologe sind schon nach wenigen Minuten derart entnervend, dass man ihr vieles von dem, was sie ihren Opfern antut, selber zufügen möchte. Hier wird deutlich, dass für diese Rolle keine Schauspielerin gesucht wurde, sondern ein Mädel, das dem durchschnittlichen Männergeschmack entsprechen dürfte.
Dazu kommt, dass der Film seine einzelnen Szenen vollkommen zusammenhanglos aneinanderreiht. Dabei werden derart harte Schnitte verwendet, dass sich einem der Magen umdreht. Da die jeweilige akustische Kulisse exakt mit dem jeweiligen Schnitt endet, entsteht so der Eindruck duzender einzelner Szenen, die in keinem Verhältnis zueinander stehen. Und dieser Eindruck setzt sich in der Geschichte fort. Ein zusammenhangloser Brei, in dem der Zuschauer zu versinken droht. Zu Beginn des letzten Drittels versucht der Film noch einmal einen Twist einzubauen, was jedoch ebenso kläglich scheitert. Wenn zum Ende des Streifens jeder Partygast einzeln ankommt und sich „verführen“ lässt, ist der Zuschauer schon dermaßen abgehärtet, dass er all diesen Unsinn gelassen hinnimmt – oder er hat bereits lange abgeschaltet.
Der einzige Grund dies nicht getan zu haben ist dann wohl die Gewalt. Der Film tischt ordentlich auf, was Gore- und Folterszenen anbelangt. Diese sind von relativ guter Machart, lediglich einzelne Effekte kommen etwas billig daher. Dafür bekommt der geneigt Gorehound aber einige sehr harte Szenen geboten, die man so nicht oft sieht. Leider werden auch diese Szenen in ihrer durchaus vorhandenen Intensität durch das Geplapper der „Hauptdarstellerin“ zunichte gemacht.

Fazit:
Wer übermäßig auf Torture-Porn steht und wirklich nichts anderes zu tun hat, kann einen Blick riskieren, da hier teilweise wirklich harte Szenen geboten werde. Alle anderen sollten den weitest möglichen Bogen um dieses Machwerk schlagen.

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