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DAS HAUS AN DER FRIEDHOFSMAUER

9. Januar 2011

DAS HAUS AN DER FRIEDHOFSMAUER

Originaltitel: Quelle villa accanto al cimitero
Alternativtitel: House by the cemetery
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1981
Regie: Lucio Fulci
Drehbuch: Lucio Fulci, Elisa Briganti
Darsteller: Catriona MacColl, Paolo Malco, Ania Pieroni, Giovanni Frezza, Silvia Collatina, Dagmar Lassander, Giovanni De Neva, Daniela Doria, Gianpaolo Saccarola, Carlo De Mejo

Laufzeit: ca. 83 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Lucy und Norman Boyle ziehen mit ihrem kleinen Sohn Bob in ein altes Anwesen auf dem Land, weil Norman – seines Zeichens Professor – dort Nachforschungen über den Tod eines Kollegen anstellen muss. Schon auf dem Weg dorthin erzählt Bob von einem kleinen Mädchen, das ihn ständig vor dem Haus warnt, doch niemand hört auf ihn, da niemand sonst das Mädchen sehen kann. Doch schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass Familie Boyle besser auf ihren Sprössling gehört hätte.

Meinung:
Nachdem Lucio Fulci bereits 1979 („Woodoo – Schreckensinsel der Zombies“) und 1980 („Ein Zombie hing am Glockenseil“) zwei erfolgreiche Splatterstreifen abgeliefert hat, lässt er im Folgenden natürlich keineswegs von seinem Erfolgskonzept ab und schiebt ein knappes Jahr später „Das Haus an der Friedhofsmauer“ hinterher. Mit im Topf sind die typischen Zutaten: Ein paar Gelehrte und Forscher, eine klischeebehaftete Umgebung, schreiende Blondinen und ein paar Kanister Kunstblut. Das Ganze wird ordentlich vermengt und mit trashigem Synthie-Gepolter abgeschmeckt. Leider schafft es dieses Werk nicht den Splatter-Gaumen auf die gleiche Art zu verwöhnen wie es die vorherigen Filme taten.
Das liegt zum einen daran, dass der Streifen weniger Gewalt bietet als die anderen Kandidaten. Es kommt zwar zu durchaus netten Einlagen, allerdings bewegen sich diese nicht auf dem Niveau anderen Fulci-Werke. Zudem muss man – eine Schaufensterpuppe mal ausgenommen – sehr lange warten, bis der erste Blutzoll die Leinwand bespritzt. Und auch dann wird maximal Durchschnittskost geboten. Da war „Woodoo – Schreckensinsel der Zombies“ mit gespaltenen Köpfen und durchbohrten Augen sehr viel origineller.
Aber auch der Rest des Films weiß nicht zu unterhalten. Außer ewigem Gejammer und etwas Geschrei passiert quasi nichts. Ein paar trashige Dialoge können das Ganze nur bedingt retten. Was auf dem Papier nun sehr schlecht klingen mag ist natürlich mit Vorbehalt zu genießen. Jedem Fulci-Fan bietet der Streifen alles, was er vom Meister erwartet. Für Neulinge gibt es allerdings bessere Wege, sich mit den Filmen der italienischen Legende auseinander zu setzen.
Wie (fast) alle Fulci-Streifen musste sich natürlich auch dieser mit der deutschen Gesetzgebung auseinander setzen. Interessant ist dabei, dass die ersten Video-Veröffentlichungen nicht nur lächerlich großräumig geschnitten waren, sondern als weitere Form der Zensur auch noch derart abgedunkelt wurden, dass vom verbleibenden Material quasi nichts zu erkennen war. Dem Irrsinn sind halt fast keine Grenzen gesetzt.

Fazit:
Öde Story, mittelmäßiger Einsatz von Effekten, Synthie-Gedröhne. Fulci-Fans werden es lieben, alle anderen können sich die Zeit sparen.

Ein Kommentar

Trackbacks

  1. EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL « SPLATTERTRASH

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