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PLEDGE CLASS

14. November 2010

PLEDGE CLASS

Originaltitel: Pledge Night
Alternativtitel: Death Night, A Hazing in Hell
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1990
Regie: Paul Ziller
Drehbuch: Joyce Snyder
Darsteller: Todd Eastland, Dennis Sullivan, Craig Derrick, David Neal Evans, Robert Lentini, James Davies, Lawton Paseka, Michael T. Henderson, Arthur Lundquist

Laufzeit: ca. 82 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb

Inhalt:
Die Anwärter einer typischen amerikanischen Studentenverbindung müssen bevor sie zu vollwertigen Mitgliedern werden als Abschlussprüfung die Höllenwoche bestehen. In dieser Zeit werden sie sadistischen Prüfungen ausgesetzt, um zu bezeugen, dass sie der Mitgliedschaft würdig sind. Doch dieses Jahr ist alles anders: Der vor exakt 30 Jahren bei diesen Prüfungen zu Tode gekommene Sid kehrt als Untoter zurück um sich zu rächen.

Meinung:
„Pledge Class“ ist das Erstlingswerk des Kanadiers Paul Ziller. Und dieser beweist sofort mit den ersten Buchstaben des Films Geschmack, verkünden diese doch, dass die New Yorker Trash-Metal-Legende Anthrax für die musikalische Untermalung des Films zuständig ist. Darüber hinaus erhält deren Sänger, Joey Belladonna, sogar einen Cameo-Auftritt als Sid in der Vergangenheit. In den folgenden gut 80 Minuten darf sich der Zuschauer bzw. –hörer dann immer wieder über eine ordentliche Portion Trash-Metal freuen.
Somit ist geklärt, dass der Film musikalisch weit oben mit schwimmt, doch was hat er sonst zu bieten: Die erste Hälfte des Films ist quasi eine (trashige) Studentenkomödie. Es werden allerlei geschmacklose Spielchen getrieben, es wird gesoffen und geblödelt. Die schmale Handlung ist schnell erklärt und sonst ergeht sich der Streifen in langweiligen Sequenzen, die durch die ewige Betonung, wie wichtig die Verbindungen für die amerikanische Elite sind, keineswegs spannender werden. Die wenigen Morde bieten nichts für das Auge und laufen entweder im Off oder absolut unblutig ab.
Erst als Sid – relativ stilvoll durch den Körper eines Studenten – die Szenerie betritt kommt das Ganze etwas in Fahrt. Nun wird durchaus etwas Blut kredenzt und die Maske von Sid ist ebenso durchaus ansehnlich. Auch der Stil des untoten Rächers weiß zu gefallen, kommt er doch in feinsten Lederjoppe daher und passt somit großartig zu der eingangs erwähnten Musik.
Doch auch jetzt werden keine Bäume ausgerissen, weder was blutige Tatsachen, noch was Humor anbelangt. Sid slasht sich halt durch die Teenies, welche allesamt dämlich zu Grunde gehen. Zu guter letzten folgt noch ein „Storytwist“, der aufgrund seiner Albernheit wenigstens noch einen Lacher abstauben kann.

Fazit:
Eigentlich kann man sich das Ding nur anhören und hat somit das Beste – die Musik – mitbekommen. Alles was mit dem Auge aufgenommen wird, ist absoluter Slasher-Durchschnitt mit einer kleinen Prise Trash.

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