HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN
Originaltitel: The Hills Have Eyes
Alternativtitel: Slagterbanden, La Colline a des yeux
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1977
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven
Darsteller: Susan Lanier, Robert Houston, Martin Speer, Dee Wallace, Russ Grieve, John Steadman, James Whitworth, Virginia Vincent
Laufzeit: ca. 90 Min.
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IMDb, OFDb, Schnittbericht
Inhalt:
Familie Carter ist mit ihrem Wagen inklusive Wohnanhänger auf dem Weg nach Kalifornien. Unterwegs haben sie in der Wüste – in der Nähe eines Atomwaffentestgebiets – einen Unfall und sitzen daraufhin in der trockenen Einöde fest. Schon nach kurzer Zeit stellen sie fest, dass sie nicht alleine sind und nach kurzer Zeit beginnen die Überfälle der dort lebenden Mutanten.
Meinung:
„Hügel der blutigen Augen“ – bekannter unter dem Originaltitel „The Hills have Eyes“ – war der Film, der Regisseur Wes Craven auf der großen Filmbühne bekannt machte. Drei Jahre nach Tobe Hoopers texanischen Massaker transportierte Craven den Terror aus dem Hinterland in die Wüste und schuf somit einen weiteren Klassiker des noch jungen Genres.
Auch wenn der Streifen heutzutage etwas angestaubt wirken mag, so können die ersten beiden Drittel überzeugen und bauen eine beklemmende Atmosphäre auf. Auch wenn Kameraarbeit und Dialoge für heutige Verhältnisse relativ flach wirken. Die Familie, welche in der Wüste festsitzt, in einer Zeit, in der man noch keine Funklöcher braucht um von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, weiß durchaus zu unterhalten. Leider verliert die deutsche Version viel von dieser Atmosphäre, da die Übersetzer es für sinnvoll hielten, die Atom-Mutierten per Synchronisation durch Außerirdische zu ersetzen, die mit ihrem Raumschiff in der Wüste abgestürzt sind und nun nach Hause zurückkehren wollen. Die Dialoge wirken durch diesen Umstand derart lächerlich, dass die eigentlich ernste Grundstimmung viel zu oft flöten geht.
Skurril wird es dann im letzten Drittel des Films, wenn selbiger plötzlich stark in trashige Gefilde abdriftet. Spätestens sobald der Tag anbricht, und plötzlich Lendenschurz bewährte Mutierte zu herbsten Synthie-Sounds durch die Pampa stürmen, dürfte für den gemeinen Horrorfan Schluss sein. Das „Flüstern“ der Mutierten in der Canyons und mehrere Einstellungen der Mutanten-Familie unterstreichen diesen Umstand.
Die paar Tropfen Blut, die ihren Weg in diese Produktion gefunden haben, sind der Rede übrigens nicht wert. An weitergehenden Effekten fehlt es völlig. Wem daher mehr an Action und Gewalt gelegen ist, dem sei das Remake von Alexandre Aja aus dem Jahre 2006 empfohlen.
Abschließend sei erwähnt, dass es sich bei „Hügel der blutigen Augen“ um den Film handelt, der Darsteller Michael Berryman in das Horrorgenre einführte, welches ihn im Folgenden nie wieder entließ. Berryman – welcher im Film den Mutanten Pluto verkörpert – leidet an der seltenen Christ-Siemens-Touraine-Erbkrankheit, welche dafür verantwortlich ist, dass ihm weder Haare noch Fingernägel wachsen und sein Kopf eine ungewöhnliche Form hat. Nach diesem Film verkörpert Berryman in unzähligen Horrorproduktion die skurrilsten Gestalten und wurde somit zu einer Ikone des Genres.
Fazit:
Klassiker des Terrorgenres, der heute etwas angestaubt daherkommt.




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