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DARD DIVORCE

8. November 2010

DARD DIVORCE

Originaltitel: Dard Divorce
Alternativtitel: -
Herstellungsland: Deutschland/USA
Erscheinungsjahr: 2007
Regie: Olaf Ittenbach
Drebuch: Olaf Ittenbach
Darsteller: Martina Ittenbach, Barrett Jones, Jaymes Butler, Daryl Jackson, Kami Esfahani, Gideon Jackson, Henora Jackson, Olaf Ittenbach, Kamary Phillips

Laufzeit: ca. 87 Min.

Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht

Inhalt:
Nathalie steckt mitten in der Scheidung von ihrem Ehegatten Tim. Plötzlich liegt selbiger sterbend auf ihrer Terrasse und erzählt ihr, dass ihre gemeinsamen Kinder entführt wurden. Als die Polizei kurze Zeit später eintrifft ist die Leiche jedoch verschwunden und niemand glaubt Nathalie.

Meinung:
Die Beschreibung oben klingt nun nicht gerade nach einem typischen Film vom deutschen Splatter-Aushängeschild Olaf Ittenbach. Und tatsächlich verlässt der Schöpfer von Legenden wie „Premutos – Der gefallene Engel“ oder „Black Past“ bei diesem Film seine gewohnten Pfade. Anstelle von wirren Geschichten, die dazu dienen eine Unmenge an Splatter in Filmform zu pressen, versucht sich Ittenbach hier an einem Psycho-Thriller.
Die Geschichte der einsamen Nathalie (welche natürlich wie in Ittenbachs Filmen üblich von seiner Gemahlin Martina verkörpert wird), die sich all ihren geheimnisvollen Widersachern in den Weg stellt, um ihre Kinder wiederzubekommen krankt allerdings an allen Ecken und Enden. Immer wieder erhält die Arme Besuch von Unbekannten, welche ihr ans Leder wollen und das auch schaffen. Immer wieder befreit sie sich auf lächerliche Weise auf diesen Situationen. Schlimmer noch ist allerdings, dass der Versuch, die Geschichte mosaikgleich zusammenzusetzen, indem immer neue Charaktere immer neue Details hinzufügen, gründlich daneben geht. Schon nach kurzer Zeit verliert man sowohl die Übersicht, als auch das Interesse der spannungslosen und vorhersehbaren Geschichte zu folgen.
Allerdings wissen wohl alle, die sich ein Review zu einem Ittenbach-Streifen durchlesen, dass die Stärken von Olaf nicht im Bereich Storytelling zu suchen sind, sondern in der handfesteren Ecke. Doch auch der Bereich Splatter kann hier nicht überzeugen. Natürlich gibt es durchaus gute Effekte zu sehen, die handwerklich in der Regel ebenfalls überzeugen können, aber leider hebt sich nichts aus dem Einheitsbrei hervor. Und gerade das ist sonst Ittenbachs Stärke. Wo seine anderen Filme mit immer neuen Ideen Maßstäbe setzen, ist „Dard Divorce“ nur ein Aufguss bekannter Szenen. Dazu driften viele Effekte deutlich in die Torture-Porn-Ecke ab, und verlieren somit deutlich an spaßigem Unterhaltungswert. Wenn einem dann noch die wohl schlechtesten Messerstecher-Effekte der jüngeren Filmgeschichte präsentiert werden, dürften dem geneigten Splatter-Fan ein paar neue graue Haare gewiss sein.

Fazit:
Lächerliche Geschichte und durchwachsener Torture-Porn statt Splatter. Olaf, das war nix!

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