POKER RUN – HIGHWAY TO HELL
Originaltitel: Poker Run
Alternativtitel: -
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Juilan Higgins
Drehbuch: Bertie Higgins, Julian Higgins
Darsteller: Kevin Anthony Brooks, Ryan Caldwell, Cathy Deobler, D.C. Douglas, Luis Fernanandez-Gil, Ken Gamble, Brian Graham, Suzanne Gutierrez, Bill Henkel, Bertie Higgins
Laufzeit: ca. 93 Min.
Links zum Film:
IMDb, OFDb, Schnittbericht
Inhalt:
Bob und Allen sind Anwälte, die endlich mal aus ihrem tristen Arbeitsalltag ausbrechen wollen. Dazu kaufen sie einem mysteriösen Typen namens Ray zwei Motorräder ab, packen ihre Frauen ein und begeben sich auf den sogenannten Poker Run, eine Wettfahrt durch die Wüste, bei der verschiedene Kneipen angesteuert werden müssen, um dem Kartenspiel zu frönen. Ray und seine Kumpane Billy begleiten die vier. Jedoch zeigt sich nach kurzer Zeit, dass die beiden mehr vorhaben als nur Poker zu spielen.
Meinung:
Regisseur Julian Higgins zeigt mit seinem ersten Werk vor allem eines: Dass er noch viel lernen muss. Dabei klingen die vorhandenen Zutaten erst einmal gar nicht so schlecht. Rock-Musik, Motorräder, nette Landschaften und ein paar Killer sind doch eigentlich eine ganz gute Grundlage. Doch wird diesem Film vor allem eines zum Verhängnis: Es fehlt jegliche Begründung für das Geschehen. Nicht, dass das automatisch das Todesurteil für einen Film darstellen würde, es gibt sehr viele sehr gute Filme, in denen das Geschehen auch nur unzureichend begründet wird, aber hier funktioniert es einfach nicht. Warum Ray in der Wüste regelmäßig Ehepaare überfällt und deren Männer dann unsinnige Aufgaben erledigen lässt wird zu keinem Zeitpunkt klar. Was sollen die bescheuerten Aufgaben mit den abgehackten Händen? Der Grund, dass Rays Hirn nicht vollkommen funktionstüchtig daherkommt, ist als Erklärung mehr als dürftig.
Kann man mit Sinnlosigkeit im Allgemeinen noch leben, so wird es richtig schlimm, wenn – wie in diesem Fall – die Sinnlosigkeit den Film zu einem Haufen wilder Einzelszenen verkommen lässt. Es gibt quasi keinen roten Faden, es gibt keine Spannungsbogen, man hat nie das Gefühl, dass eine der beiden Parteien ein Ziel verfolgt oder diesem gar näher kommt. So dümpelt der Film also als wildes Potpourri an Belanglosigkeiten vor sich hin.
Bleibt also noch die Möglichkeit, dass Ganze auf der Kunstblut-Ebene zu betrachten. Aber auch hier lässt sich wenig Erbauliches verkünden. Einige, wenige Szenen könne unterhalten, sind aber viel zu schnell geschnitten, als dass sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Übrig bleibt nur ein wenig Gejammer und Gewimmer. Einziger Lichtschimmer bleibt somit die teilweise sehr stimmige und passend ausgewählte Musik, welche sich von diversen Country-Stücken bis hin zu handfestem Hard-Rock erstreckt.
Fazit:
Sehr mauer Film. Es fehlt der Sinn, es fehlt das Blut.




Die Kommentarfunktion ist geschlossen.